Im Nordwesten - Die Wespen haben in Niedersachsen derzeit Hochsaison: Nach Einschätzung des Naturschutzverbandes Nabu sind in diesem Sommer zwar nicht mehr unterwegs als im vergangenen, das Jahr sei aber bisher gut für die Tiere gewesen. Der eher warme und wenig regenreiche Frühling habe gute Bedingungen geboten. „Im Moment ist die Hauptzeit der Wespen“, sagte Nabu-Sprecher Philip Foth in Hannover. Die Völker hätten mit bis zu 1000 Tieren ihre maximale Größe erreicht.
Der Nabu-Sprecher empfahl dringend, beim Kontakt mit den Tieren Ruhe zu bewahren. Auf keinen Fall solle man bei ungebetenen Mitessern um sich schlagen oder versuchen, die Wespen weg zu pusten. Das Kohlendioxid in der Atemluft sei ein Alarmsignal für die Tiere.
Der Nabu-Sprecher riet vielmehr zu einem vorsichtigen Wegschieben mit der Hand. Angstschweiß könne in Einzelfällen Angriffe auslösen, warnte er. Normalerweise reagierten die Tiere bei der Nahrungssuche aber nicht aggressiv - die Wespen seien in diesem Jahr auch nicht aggressiver als sonst.
Nach einem Stich sollte man Ruhe bewahren, riet Foth. Bei Menschen ohne allergische Reaktion sei ein Wespenstich in der Regel ungefährlich. Nur bei Symptomen wie Ohnmacht, Schwindel, Übelkeit oder bei Stichen im Mund sollte sofort ärztliche Hilfe gesucht werden.
Die Larven der Wespen, die vor allem tierische Proteine benötigten, seien inzwischen versorgt, erklärte der Nabu-Sprecher. Im Spätsommer hätten die Wespen ihre Arbeit für den Nachwuchs im Bau erledigt und müssten nun nur noch sich selbst versorgen. „Dabei sind sie vor allem auf der Suche nach Süßem, etwa Kuchen und Eis.“
