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NWZonline.de Region

Sturmtief „Benjamin“ wütet an der Küste

09.01.2019

Im Nordwesten Die erste größere Sturmflut des Jahres hat mit dem Tief „Benjamin“ am Dienstag die niedersächsische Küste erreicht. Bisher wurden keine Schäden bekannt, das ganze Ausmaß wird voraussichtlich erst am Mittwoch zu sehen sein. Dann sollen die Wasserstände sinken, die am Dienstag knapp unterhalb den Werten einer schweren Sturmflut lagen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnete mit schweren Sturmböen aus Nordwest bis Nord der Stärke 10. Vereinzelt sollte es auch orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 105 Kilometern pro Stunde entsprechend Windstärke 11 geben.

In Bremerhaven verzeichnete die Polizei etwa ein Dutzend Sturmeinsatze und rief dazu auf, Tannenbäume und Mülleimer von den Straßen zu entfernen. Neben umherfliegenden Mülltonnen wehte dort ein Motorrad gegen ein Auto, zudem stürzten Baumteile auf eine Fahrbahn. Beschädigte Ampeln und Verkehrsschilder sorgten ebenfalls für Polizeieinsätze.

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Auf Helgoland erreichte das Hochwasser seinen Scheitelpunkt gegen 13.30 Uhr. Mit 1,55 Meter über dem normalen Hochwasser sei die Sturmflutmarke von 1,50 Metern knapp überschritten worden, sagte ein Sprecher beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Im ostfriesischen Emden wurden am Nachmittag bis zu 2,25 Meter höhere Wasserstände als beim durchschnittlichen Tidehochwasser erwartet.

Sturmtief „Benjamin“ brachte auch die Fahrpläne mehrerer Inselfähren durcheinander. Die ost- und nordfriesischen Inseln sowie die Halligen waren tagsüber teilweise auf sich allein gestellt, da viele Fähren in den Häfen blieben und etliche Fahrten ausfielen. Auch der Sylt-Shuttle schränkte wegen der Wetterlage den Betrieb ein. Der Fährverkehr zu den Inseln Wangerooge und Helgoland wurde komplett eingestellt.

Auf der Elbe fuhren die Fähren zwischen Glückstadt und Wischhafen zunächst fahrplangemäß. Dort entscheiden die Kapitäne selber, bei welchen Windstärken sie ihr Schiff noch sicher lenken können. Die Emsfähre zwischen Ditzum und Petkum stellte dagegen ihren Betrieb wegen des Hochwassers ein.

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Am Festland machte der Landesbetrieb NLWKN die Sperrwerke an den Weser-Zuflüssen Hunte, Lesum und Ochtum bei Bremen sowie an den Nebenflüssen der Elbe dicht. Auch das Emssperrwerk bei Gandersum in Ostfriesland schloss seine Klappen. Routinemäßig wurden auch gefährdete Deichanlagen als Hochwasserschutz geschlossen. Für Strände, Vorländer und Hafenflächen besteht Überflutungsgefahr. In Bremerhaven warnte die Polizei vor dem Parken in hochwassergefährdeten Bereichen.

Sturmflutwarndienst des BSH

Wegen des Sturms wurde die Suche nach Containern unterbrochen, die der Frachter „MSC Zoe“ vorige Woche auf dem Weg nach Bremerhaven verloren hatte. Die Suche nach angespülter Ladung wurde jedoch fortgesetzt, unter anderem mit einem geländegängigen Kettenfahrzeug am Strand der Insel Borkum. Dort seien zahlreiche Einzelteile wie Fahrradschutzbleche, Verpackungsreste und Müll angetrieben, berichteten Mitarbeiter des Havariekommandos.

Sperrung auf der A31

Auf der A31 in Richtung Oberhausen musste wegen des Sturms eine Vollsperrung eingerichtet werden. Böen drohten zwischen den Anschlussstellen Dörpen und Lathen das Absperrmaterial einer Baustelle auf die Fahrbahn zu drücken. Die Gefahr für den fließenden Verkehr war dabei so groß, dass eine Sperrung des Bereiches unumgänglich gewesen ist. Die Sperrung hat bis auf weiteres Bestand.

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