Im Nordwesten - Um das Coronavirus weiterhin einzudämmen, bleiben die im März beschlossenen Corona-Regeln in großen Teilen erhalten. Darauf haben sich Bund und Länder am Mittwoch geeinigt. So gelten die Kontaktbeschränkungen bis zum 3. Mai, einige Geschäfte hingegen dürfen unter bestimmten Voraussetzungen wieder öffnen, auch der Schulbetrieb soll ab Mai teilweise hochgefahren werden.
Viele dieser Entscheidungen werden in Niedersachsen positiv aufgenommen. Das ergibt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey. Die Ergebnisse für Niedersachsen liegen der NWZ exklusiv vor. Befragt wurden zwischen dem 15. und 17. April pro Frage bundesweit 5000 Personen, davon im Schnitt rund 400 aus Niedersachsen, der Stichprobenfehler lag für diese Gruppe zwischen 3,6 und 4,1 Prozent (mehr Infos zur Umfragemethode lesen Sie hier).
Knapp 80 Prozent der Befragten halten demnach die Fortsetzung der Kontaktbeschränkung eher oder eindeutig für die richtige Entscheidung. Rund 16 Prozent glauben, sie sei falsch.
Beim Thema Maskenpflicht fällt das Ergebnis nicht so eindeutig aus. Mehr als 46 Prozent halten die Entscheidung eher oder eindeutig für falsch, dass Masken nicht verpflichtend im öffentlichen Raum verwendet werden müssen. 38 Prozent empfinden den Schritt als richtig, auf diese Art des Schutzes zu verzichten.
Geschäfte öffnen oder weiterhin geschlossen halten? Bei dieser Frage zeigt sich eine ein deutliches Ergebnis: Die meisten Menschen sind zufrieden mit der Entscheidung von Bund und Ländern, Geschäfte mit einer gewissen Größe Kunden wieder zugänglich zu machen. 68 Prozent unterstützen diesen Schritt.
Ein ähnliches Bild zeigt mit Blick auf die stufenweise Öffnung des Schulbetriebs.
Und auch wenn viele Menschen angesichts der Absage vieler Großveranstaltungen wohl eher traurig sein dürften, ist die Entscheidung von Bund und Ländern für die meisten Niedersachsen nachvollziehbar. Hier sagen mehr als 80 Prozent, es handele sich um den richtigen Schritt.
Civey ist ein Unternehmen für digitale Markt- und Meinungsforschung aus Berlin, das ausschließlich Online-Befragungen durchführt.
Alle repräsentativen Echtzeitumfragen werden in einem deutschlandweiten Netzwerk aus mehr als 20.000 Websites ausgespielt („Riversampling“).
Teilnehmen kann jeder, sofern er sich registriert hat. Aus den Teilnehmern zieht Civey eine quotierte Stichprobe, die sicherstellt, dass sie beispielsweise in den Merkmalen Alter, Geschlecht und Bevölkerungsdichte der Grundgesamtheit entspricht. Zudem werden weitere Faktoren gewichtet, um Verzerrungen zu korrigieren und Manipulationen zu verhindern.
Repräsentativ werden die Ergebnisse erst ab einer ausreichenden Zahl an Teilnehmern mit unterschiedlichen Profilen. Zu jedem Umfrageergebnis gibt Civey die statistische Fehlerwahrscheinlichkeit sowie die Zahl der Teilnehmer und den Befragungszeitraum an. So wird transparent gemacht, ob die Ergebnisse bereits repräsentativ sind.

