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NWZonline.de Region

Immer mehr Menschen psychisch krank

09.10.2014

Oldenburg Im Oldenburger Land leiden immer mehr Menschen an psychischen Erkrankungen. Das ergab eine Untersuchung der Krankenkasse DAK, die eine Auswertung der Krankmeldungen von 30 000 versicherten Beschäftigten im Nordwesten vornahm. Danach stieg der Gesamtkrankenstand im Oldenburger Land von 2012 auf 2013 von 3,8 auf 4,0 Prozent. Damit liegt die Region exakt im Bundestrend, während Niedersachsen auf 3,9 Prozent kam.

Die wenigsten Krankmeldungen gab es mit 3,5 Prozent im Landkreis Vechta, der damit einen Spitzenwert in ganz Niedersachsen einnimmt.

Bei den Ursachen für die Krankmeldungen liegen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, also beispielsweise Bandscheiben- und Rückenprobleme, an der Spitze. Sie sind allerdings im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Deutlich gestiegen ist dagegen die Zahl psychischer Erkrankungen, gefolgt von Probleme mit dem Atmungssystem.

Ursache für den Anstieg von Depressionen und ähnlichen Krankheiten ist nicht nur eine Zunahme der tatsächlichen Erkrankungen, sondern auch die Tatsache, dass sich zunehmend Menschen trauen, sich auch wegen solcher Erkrankungen arbeitsunfähig zu melden. Dr. Christian Figge, Chefarzt für Psychiatrie und Psychotherapie in der Karl-Jaspers-Klinik in Bad Zwischenahn: „In ganz Deutschland trauen sich immer mehr Menschen, sich zu psychischen Erkrankungen zu bekennen. Das war früher nicht der Fall.“ Ein Langzeitvergleich für ganz Niedersachsen zeigt übrigens, dass sich die Fehltage in diesem Bereich seit dem Jahr 2000 verdoppelt haben.

Aufschlussreiche Ergebnisse lieferte die DAK-Studie im Hinblick auf die Altersgruppe der 25- bis 40-Jährigen, die sich laut Frank Miklis, dem Service-Leiter der DAK Oldenburg, in der „Rushhour des Lebens“ befinden, in der sie besonders viel schaffen sollen – Heiraten, Kinder kriegen und sich im Beruf etablieren. Die Statistik verdeutlicht die Leistungsfähigkeit dieser Altersgruppe. Sie ist so gesund wie die Jüngeren und damit deutlich weniger krank als die 40- bis 64-Jährigen.

Die Mehrheit der mittleren Altersgruppe strebt übrigens an, gleichzeitig Kinder aufzuziehen und berufliche Karriere zu machen. In diesem Zusammenhang rät die DAK den Arbeitgebern, diese Wünsche durch Teilzeit- und Gleitzeitprogramme zu unterstützen. Außerdem gebe es viele Angebote zum betrieblichen Gesundheitsmanagement.

Jürgen Westerhoff Redakteur / Regionalredaktion
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