JADE/VAREL - Nach der Stimmabgabe ist vor der Stimmabgabe: Die Wahl zum hauptamtlichen Bürgermeister in Varels Nachbagemeinde Jade hat am Sonntag kein eindeutiges Ergebnis gegeben. Die Entscheidung fällt in der Stichwahl am 18. November.
Nach dem vorläufigen Endergebnis hat Henning Kaars (43) mit 1074 Stimmen (entspricht 36,17 Prozent) die meisten erhalten, dicht gefolgt von Tina Janßen (35), die 1035 Stimmen (34,86 Prozent) bekommen hat.
Auf dem dritten Platz, aber dennoch deutlich abgeschlagen, landete Hans-Joachim Janßen (46) mit 567 Stimmen (19,1 Prozent). Klaus Schütte erhielt 263 Stimmen (8,86 Prozent) und Redelf Ennen (58) 30 Stimmen (1,01 Prozent).
Von den 4667 Wahlberechtigten haben 2982 Wählerinnen und Wähler ihre Stimme abgegeben. Davon waren 2969 gültig und 13 ungültig. Die Briefwahlergebnisse sind in diese Zahlen bereits eingerechnet. Die Wahlbeteiligung lag bei 63,89 Prozent und damit 5,29 Prozent höher als bei der Kommunalwahl am 10. September 2006 (Wahlbeteiligung: 58,6 Prozent).
Henning Kaars und Tina Janßen gehen nun in die Stichwahl. Bei diesem zweiten Wahlgang ist gewählt, wer die meisten der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten hat – unabhängig von der Wahlbeteiligung.
„Ich habe erwartet, dass es zur Stichwahl kommt und dass der Abstand knapp sein würde“, bewertet Henning Kaars (43) den Wahlausgang. Natürlich freut er sich über sein Wahlergebnis und dankt allen Wählerinnen und Wählern. Erfreut ist Kaars zudem über die hohe Wahlbeteiligung.
„Ich freue mich, dass ich in der Stichwahl bin“, zeigt sich auch Tina Janßen (35) zufrieden mit dem Wahlausgang. „Der erste Schritt ist erreicht“. Nun wolle sie „eine Nacht darüber schlafen“ und dann das Ergebnis beraten.
Erwartungsgemäß enttäuscht ist Hans-Joachim Janßen (46) von seinem Ergebnis. Woran es gelegen habe, sei „schwierig zu sagen“. Er glaube aber von sich, „im Wahlkampf keine Fehler gemacht zu haben“. Deshalb bedankt sich Janßen bei den Wählerinnen und Wählern für das Vertrauen. Der Wahlkampf habe gezeigt, dass in der Gemeinde Jade ein großes Interesse an der Bürgermeisterwahl vorhanden sei. Deshalb hofft er, „dass die Leute am Ball bleiben“, nicht nur bei der Stichwahl, sondern insgesamt bei der Beteiligung an der Entwicklung der Gemeinde. Seinem eher schlechten Abschneiden gewinnt Janßen schließlich etwas Positives ab: „Man weiß nie, wozu eine bestimmte Entscheidung gut ist“.
