JAVENLOCH - Beim Neujahrsempfang des Vereins 'Nordwind Javenloch' konnte sich der Vorstand einige kleine Seitenhiebe nicht verkneifen. 'Der Bürgermeister kümmert sich auch um uns – nicht nur um Hooksiel', begrüßte Vorsitzender Hinni Schild am Sonntag Björn Mühlena. Fritz Ortgies hingegen bescheinigte dem Gast 'gewaltigen Mut', in den Nordwesten der Gemeinde gekommen zu sein. Aber, so der Geschäftsführer offensichtlich in Anspielung auf die Meerwasser-Hallenwellenbad-Querelen in Hooksiel: 'In anderen Dörfern ist es ja noch schlimmer.'

Das Bad-Thema handelte Mühlena gleich zu Beginn des mittlerweile 5. Jahrestreffens ab, das im Bauernhofcafé Schild stattfand. Die mögliche Umnutzung des Bades in ein Familien- und Freizeitzentrum sei 'nur eine Idee' gewesen, die, so der Bürgermeister, im Sielort 'aber so nicht verstanden worden' sei. Nachdem die Gemeinde ein Bürgerbegehren in dieser Sache für unzulässig erklärt hat, machte der Gastredner einen Vorschlag im Guten, um ein langwieriges Verfahren vor den Verwaltungsgerichten zu vermeiden ('Reden ist gut – klagen ist Mist!'). Er schlug vor, weitere Planungen für zwei Jahre auf Eis zu legen, um mehr Zeit für weitere Beratungen zu haben.

Bei dem Treffen, an dem mit knapp 50 Gästen etwa die Hälfte der rund 100 Einwohner aus dem Wirkungskreis des Vereins teilnahm, ging es aber auch um 'Javenlocher Themen'. Wie im Vorjahr kam auch diesmal das Thema 'Raser' auf den Tisch. Demnach sind Autofahrer vor allem auf den Straßen Javenloch und Neu-Augusten-Groden in den Siedlungsbereichen zu schnell unterwegs. Was die aufgestellten Verkehrskübel in Javenloch angeht, gingen die Meinungen jedoch auseinander. So beschwerte sich ein Gast, die Kübel seien 'ein Hindernis'. 'Das sollen sie auch sein', entgegnete eine Wangerländerin trocken. 'Die Autos jagen da volle Pulle durch', hieß es weiter, so dass schnell die Forderung nach einer Geschwindigkeitsbegrenzung aufkam. Mühlena schlug vor, erst mal messen zu lassen, welche Geschwindigkeiten tatsächlich gefahren werden.