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NWZonline.de Region

Kirchweyher protestieren gegen Rechtsextreme

11.05.2013

Kirchweyhe Bürger in Kirchweyhe bei Bremen wollen an diesem Sonnabend gegen einen Aufmarsch Rechtsextremer demonstrieren. „Weyhe ist bunt – nicht braun!“ lautet das Motto der Proteste gegen die Neonazis. Zu dem Aufmarsch hatte die Partei „Die Rechte“ aufgerufen.

Vor dem Bahnhof in Kirchweyhe war im März der 25-jährige Daniel S. zu Tode geprügelt worden, weil er einen Streit schlichten wollte. Ein 20-jähriger Jugendlicher mit türkischen Wurzeln sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Rechtsextreme versuchen, den Fall politisch auszuschlachten.

Bei mehreren friedlichen Mahnwachen brachten im März Tausende Bürger ihre Trauer um das Opfer zum Ausdruck. Zugleich wollten sie ein Zeichen gegen Rechts setzen. „Die Rechtsextremisten missbrauchen den Tod des jungen Mannes für Propagandazwecke“, unterstrich der Moderator des örtlichen Runden Tisches gegen Rechts und für Integration, der evangelische Pastor Holger Tietz.

Nach der Kundgebung an diesem Sonnabend, bei der unter anderen Weyhes Bürgermeister Frank Lemmermann (SPD) sprechen will, ist vor dem Bahnhof ein Europafest geplant. Die Neonazis hatten bereits mehrfach versucht, in Kirchweyhe zu demonstrieren. Die Stadt verbot die Kundgebungen. Wiederholt gab aber das Verwaltungsgericht Hannover einer Klage des bekannten Neonazis Christian Worch für die Partei „Die Rechte“ statt, so dass bereits am 24. März etwa 80 Neonazis in Kirchweyhe aufmarschierten.

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