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NWZonline.de Region

Kostenloser Uni-Zugang für Flüchtlinge

05.10.2015

Oldenburg /Bremen Mit dem Wintersemester öffnen viele Hochschulen in Niedersachsen und Bremen kostenlos ihre Gasthörer-Programme und andere Angebote für Flüchtlinge. Das Präsidium der Hochschule Hannover habe beschlossen, dass Flüchtlinge als Gasthörer ab sofort keine Gebühren zahlen, wie eine Sprecherin mitteilte. Dies gelte sowohl für Flüchtlinge, die Asyl beantragt haben, als auch für bereits Anerkannte. Auch an der Georg-August-Universität Göttingen oder der Technischen Universität Braunschweig können sich Flüchtlinge kostenlos als Gasthörer einschreiben.

Die Leuphana Universität in Lüneburg hatte bereits im vergangenen Sommersemester ihr Gasthörer-Programm für Flüchtlinge geöffnet. Mit dem neuen Semester ergänzt sie es nach den Worten von Koordinatorin Claudia Wölk um ein Brückenstudium. Es wendet sich an Menschen, die ihr Studium aufgrund der Flucht unterbrechen oder nicht aufnehmen konnten und die noch kein reguläres Studium beginnen können. Sie könnten in ausgewählten Lehrveranstaltungen Prüfungsleistungen erbringen, die möglicherweise später angerechnet werden könnten.

Auch die Universität Bremen hat ihre Türen für Geflüchtete bereits im vergangenen Jahr geöffnet. Unabhängig vom Aufenthaltsstatus können Menschen mit akademischem Hintergrund an den regulären Veranstaltungen teilnehmen und ein Zertifikat erwerben, sagte Universitäts-Sprecher Eberhard Scholz. Voraussetzungen seien der vorherige Besuch einer Hochschule im Heimatland und gute Deutsch- oder Englischkenntnisse.

Die Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg öffnet laut Sprecherin Corinna Dahm-Brey mehr als 500 Lehrveranstaltungen, Vorlesungen und Seminare auch für Flüchtlinge und Asylsuchende. An der Universität Osnabrück können sich Flüchtlinge ebenfalls als Gasthörende einschreiben. So haben sie auch ohne den Nachweis einer Hochschul-Zugangsberechtigung die Chance, an bestimmten Lehrveranstaltungen teilnehmen. Dafür üblicherweise anfallende Kosten könnten auf unbürokratischem Weg erlassen werden.

Die Universität Hildesheim verlängert ihr im Frühjahr gestartetes „Schnupperstudium“ für Flüchtlinge. Im Wintersemester haben dort Asylsuchende und Flüchtlinge wieder die Möglichkeit, kostenfrei an Kursen teilzunehmen. Lehrende und Studierende unterstützten die jungen Erwachsenen aus Syrien, dem Irak, Pakistan oder dem Sudan dabei, im Uni-Alltag anzukommen und Perspektiven für den weiteren Bildungsweg zu entwickeln.

Wie in Hildesheim engagieren sich auch an anderen Unis Studierende für die Flüchtlinge. In Lüneburg hatten sie das Programm „Flüchtlinge als Gasthörer“ initiiert. Als „Buddys“ unterstützen sie die neuen Kommilitonen dabei, sich an der Uni zurechtzufinden. Die Technische Universität Braunschweig plant einer Sprecherin zufolge Leistungspunkte für Studierende, die sich im Sprachunterricht für Flüchtlinge engagieren.

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