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NWZonline.de Region

Kreuzfahrtriese in Richtung Nordsee ausgedockt

23.09.2014

Papenburg Mit einem guten Tag Verspätung hat die erste Reise des größten bislang in Deutschland gebauten Kreuzfahrtschiffes begonnen. Am Montag gegen 16.20 Uhr passierte die 348 Meter lange „Quantum of the Seas“ die Schleuse zum Dockhafen und machte sich mit der Hilfe zweier Schlepper auf die Fahrt über die Ems in Richtung Nordsee. Tausende von Neugierigen verfolgten das Manöver an der Meyer Werft im niedersächsischen Papenburg von den Ufern aus. Der Luxusliner ist das drittgrößte Kreuzfahrtschiff der Welt.

Bis zum späten Abend hätte die schwimmende Kleinstadt, auf der künftig bis zu 4100 Passagiere reisen können, das Emssperrwerk im rund 30 Kilometer flussabwärts gelegenen Gandersum kurz vor Emden erreichen sollen, um es dann mit dem Hochwasser in der Nacht zu passieren. Wie der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mitteilte, kam das Schiff aber langsamer voran als geplant, so dass es das Sperrwerk nun frühestens beim nächsten Hochwasser am Dienstagmittag passieren kann. Ziel ist zunächst der niederländische Nordseehafen Eemshaven.

Die eigentlich schon für Sonntagmittag geplante Überführung war wegen ungünstiger Wetter- und Tide-Verhältnisse verschoben worden. Damit das knapp 168 000 Bruttoregistertonnen große Schiff die schmale Ems befahren kann, muss mit Hilfe des Emssperrwerks die Flut gewissermaßen „eingefangen“ werden. Gegebenenfalls muss sogar Wasser nachgepumpt werden. Nur dann kann das Schiff mit acht Metern Tiefgang sicher den Fluss passieren.

Wegen der besseren Manövrierbarkeit legt die „Quantum“ die Strecke auf der Ems im Rückwärtsgang zurück. Das Kommando hat das Team der Lotsenbrüderschaft Emden, die das Manöver zuvor im Computersimulator im niederländischen Wageningen geübt hatte.

Der Heimathafen der „Quantum of the Seas“ wird New York sein, von dort aus wird das Schiff auf Kreuzfahrten zu den Bahamas, den Bermudas und in die Karibik in See stechen. Die Reederei ist die amerikanische Royal Caribbean International.

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