Frage:
Herr von Wecheln, vor neun Jahren strandete der brennende Holzfrachter „Pallas“ vor Amrum. Was wurde seitdem für die Sicherheit auf der Nordsee getan?von Wecheln:
Der Notschlepper „Oceanic“ wurde mit zusätzlichen Besatzungen ausgerüstet, die im Falle einer Havarie an Bord gehen können, Hubschrauber stehen für Notfälle zur Verfügung und das Havariekommando wurde gegründet – alles Maßnahmen, die von der Schutzgemeinschaft durchaus begrüßt werden.Frage:
Da können Sie doch recht zufrieden sein?von Wecheln:
Leider hat sich alles sehr, sehr schleppend und nur durch massiven Druck der Öffentlichkeit verwirklichen lassen. Es hätte keinen Notschlepper mehr gegeben, wenn damals nicht der Druck gekommen wäre und sieben Jahre hat es gedauert, bis es eine Ausschreibung für eine künftige Notschleppkapazität gab. Schließlich fehlt auch bis heute noch ein maritimes Sicherheitszentrum.Frage:
Es gibt also doch noch viel zu tun?von Wecheln:
Auch die Sicherheitslage hat sich seit 2001 verändert und der Terror ist zu einer weiteren Gefahr geworden. Es betrübt, dass alles nur sehr langsam vorangeht. Wir halten weiterhin die Einführung einer Deutschen Küstenwache für dringend erforderlich. Die Politik sollte endlich zur Tat schreiten und die Zusammenarbeit der verschiedenen Behörden in einer Bundesbehörde zusammenfassen und die Bundesländer mit ihren Kräften in Form eines Staatsvertrages in diese Küstenwache einbinden.thema: Sicherheit auf see
Hans von Wecheln, Vorstandssprecher der Schutzgemeinschaft Nordsee
