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NWZonline.de Region

Korruptions-Prozess: Landrat droht Haftstrafe

21.10.2014

Oldenburg /Wildeshausen Im Korruptionsprozess gegen den Landrat des Landkreises Oldenburg, Frank Eger (54), wird es kein schnelles Urteil geben. Das wurde am Montag zum Auftakt des Verfahrens vor dem Landgericht Oldenburg deutlich, bei dem sich der Wildeshauser Verwaltungschef wegen des Verdachts der Vorteilsannahme verantworten muss.

Die auf Korruptionsfragen spezialisierte Staatsanwaltschaft Osnabrück wirft Eger vor, über Jahre hinweg insgesamt mehr als 130.000 Euro vom Immobilienunternehmer Dieter Einsiedel kassiert zu haben. Eger wies die Vorwürfe zurück. Die Zahlungen seien im Rahmen eines Privatgeschäftes erfolgt. Seine Frau habe gemeinsam mit Einsiedel in ein Seniorenwohnheim in Lemwerder (Landkreis Wesermarsch) investiert. Außerdem hätten er und seine Frau eine Bürgschaft von insgesamt 250.000 Euro für das Vorhaben übernommen.

Zahlen und Fakten zum Prozess

Mehr als 2000 Euro überwies Immobilienunternehmer Dieter Einsiedel jahrelang monatlich an eine Firma von Landrat Frank Eger und seiner Ehefrau.

Das Geld wurde als Honorar für Beratungsleistungen ausgewiesen. Insgesamt geht es um mehr als 130 000 Euro.

Laut Eger waren die Zahlungen das Honorar für eine Investition in ein Seniorenprojekt in Lemwerder (Landkreis Wesermarsch).

Beim Prozessbeginn lehnte es Oberstaatsanwalt Rolf Marquard ab, im Fall Eger über eine Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung einer Geldauflage zu verhandeln. Bei dem zunächst mitangeklagten Unternehmer Einsiedel habe es jedoch gute Gründe für eine Einstellung gegen die Zahlung von 45.000 Euro gegeben.

Der Vorsitzende Richter Horst Kießler berichtete über ein Gespräch im Vorfeld des Prozesses mit Egers Verteidiger Christian Landowski. Auf Anfrage des Verteidigers habe er gesagt, dass er sich bei einem Geständnis Egers eine Haftstrafe zwischen neun und elf Monaten vorstellen könne, die dann zur Bewährung ausgesetzt würde.

Für Eger ist das Urteil deshalb von großer Bedeutung, weil seine Pensionsansprüche gefährdet sein könnten. Bei einer Verurteilung wegen Korruption könnten schon sechs Monate problematisch sein.

Hier finden Sie eine interaktive Chronik zum Fall Eger.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/oldenburg-stadt 
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Jürgen Westerhoff Redakteur / Regionalredaktion
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