LATHEN - CDU-Politiker von Bund und dem Land Niedersachsen sowie aus der Region sorgen sich um den Fortbestand der umstrittenen Transrapid-Teststrecke im emsländischen Lathen.

Die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann, Niedersachsens Justizminister Bernd Busemann und Landrat Hermann Bröring wollen mit einem gemeinsamen Brief an die Industriepartner Siemens und Thyssen-Krupp ein Bekenntnis zum Fortbestand der Teststrecke erreichen. Das Schreiben sei noch in Vorbereitung und werde auch mit Niedersachsens Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) abgestimmt, sagte Connemann.

„Die Systemindustrie muss eine Aussage machen, wie es nach 2009 in Lathen weitergehen soll“, sagte Connemann am Mittwoch. Bis Juni nächsten Jahres läuft noch die Testreihe für den aktuellen Transrapid TR 09.

Regionale Politiker aus dem Emsland hatten zuletzt beklagt, dass die Industrieunternehmen nicht einmal Ansprechpartner in Sachen Transrapid nennen würden. Die Betreibergesellschaft der Testanlage, die IABG aus Ottobrunn bei München, wollte am Mittwoch nicht Stellung nehmen.

Politiker von CDU und FDP hatten sich nach dem verheerenden Unfall auf der Teststrecke im September 2006, als 23 Menschen starben und zehn weitere verletzt wurden, vehement für den Fortbestand der Strecke eingesetzt und sich damit gegen Widerstände aus Reihen von SPD und Grünen durchgesetzt.


Ende Juli dieses Jahres wurde der Testbetrieb auf der Basis einer Betriebsgenehmigung des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums wieder aufgenommen.