Brake - Schicksalsschlag für die siebenjährige Melody aus Brake und ihre Familie: Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren wurde bei dem siebenjährigen Mädchen eine Krebserkrankung diagnostiziert. Während der Behandlung ihrer ersten Erkrankung hatte eine der Nieren des Mädchens versagt. Jetzt ist Melody zusätzlich an Leukämie erkrankt. Die kommende Behandlung, so wurde klar, würde die verbliebene Niere nicht ohne Unterstützung überstehen. Melody wurde deshalb von Brake in eine Hamburger Klinik verlegt, wo sie neben der Chemotherapie auch eine Dialyse erhält.
Gleichzeitig beginnt auch schon die Suche nach einem möglichen Knochenmarkspender, wie Melodys Onkel Marcel Ostrowski berichtet. Nur eine Therapie mit gespendeten Stammzellen wird Melodys Leben retten können. Nach einer erfolgreichen Transplantation sorgen die Stammzellen des Spenders dafür, dass im Knochenmark wieder gesunde Blutzellen gebildet werden.
Die Suche nach einem geeigneten Spender ist oft schwer. Gemeinsam mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) wird bereits nach Möglichkeiten für eine Typisierungsaktion in der Wesermarsch gesucht. Unabhängig von einer solchen Aktion besteht aber auch für alle gesunden Menschen im Alter von 17 bis 55 Jahren, die noch nicht als Stammzellenspender registriert sind, die Möglichkeit, diese Typisierung und Registrierung über die Webseite der DKMS ganz einfach zu Hause vorzunehmen.
Die erneute Erkrankung belastet natürlich nicht nur Melody, sondern auch ihre gesamte Familie. Melody hat zwei schulpflichtige Brüder, ihr Vater ist als selbstständiger Handwerker in Brake tätig. Wie Marcel Ostrowski berichtet, ist das normale Leben der Familie zum Stillstand gekommen – angesichts der Fahrten nach Hamburg und der Organisation des Familienlebens sei für den Vater an Arbeit derzeit kaum zu denken.
Marcel Ostrowski hat über die Plattform „gofundme“ deshalb eine Spendenkampagne ins Leben gerufen, die der Familie helfen soll, den Verdienstausfall zu kompensieren und die Kosten für die Fahrten nach Hamburg und zurück zu decken. Innerhalb eines Tages sind dort bereits mehr als 10 000 Euro zusammengekommen. Diese Hilfsbereitschaft, ebenso wie unzählige Genesungswünsche mache die Familie sprachlos, so Ostrowski.
