LüNEBURG - Im Industriegebiet Lüneburg Süd haben die Behörden verseuchtes Grundwasser festgestellt. Die Grenzwerte für Schadstoffe seien zum Teil um ein Vielfaches überschritten, sagte am Donnerstag Landrat Manfred Nahrstedt (SPD). So soll der Gehalt von Ammoniumstickstoff bei mehr als dem 200-Fachen liegen. Das Trinkwasser der vier Kilometer entfernt liegenden Brunnen sei aber einwandfrei. Woher das Gemisch aus Schadstoffen stammt, ist noch unklar. Untersuchungen wurden eingeleitet.
Das Problem war bekannt geworden, nachdem in einem Fischteich am Rande des Geländes die Fische verendet waren. Das Gebiet bei Embsen wird seit Jahrzehnten industriell genutzt. Bis 1991 hatte die Norsk Hydro auf dem Gelände Düngemittel und Salpeter hergestellt.
