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Unfälle in der Wesermarsch Mehr Menschen verlieren ihr Leben im Straßenverkehr

Stellten die Verkehrsunfallzahlen für die Wesermarsch vor (von links): Matthias Ahlers (PK Nordenham), Inspektionsleiter Wilfried Griebe sowie Frank Jakobi und Steffen Heibült (PK Brake)

Stellten die Verkehrsunfallzahlen für die Wesermarsch vor (von links): Matthias Ahlers (PK Nordenham), Inspektionsleiter Wilfried Griebe sowie Frank Jakobi und Steffen Heibült (PK Brake)

Christian Quapp

Wesermarsch/Delmenhorst - Die Zahl der Verkehrsunfälle, die die Polizei im Zuständigkeitsbereich der Inspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch registriert hat, ist im Jahr 2023 gestiegen – im dritten Jahr in Folge. Die Zahl der tödlich verletzten Unfallopfer hat mit 27 sogar einen Zehn-Jahres-Höchststand erreicht. Damit deckt sich die Entwicklung laut dem Inspektionsleiter Wilfried Grieme mit der allgemeinen Entwicklung in Niedersachsen.

Einen kleinen Lichtblick gibt es nur bei den Unfällen, an denen Radfahrer beteiligt waren. Von diesen gab es weniger – anders als im Landestrend, wo die Zahl ebenfalls gestiegen ist.

341 Verletzte

n der Wesermarsch gab es auch einen Anstieg bei verletzten und getöteten Unfallopfern. Insgesamt neun Menschen verloren 2023 in der Wesermarsch ihr Leben bei Verkehrsunfällen, 341 Personen wurden verletzt – bei insgesamt 1941 Unfällen. 2022 hatte es nur zwei Verkehrstote gegeben.

Die Polizei schlüsselt auch die Zahl der Opfer nach Altersgruppen auf. So wurde 2023 glücklicherweise kein Kind bei Unfällen getötet, eines wurde aber schwer verletzt. Wie Polizeihauptkommissar Alexander Huber, Leiter Einsatz und Verkehr bei der Polizeiinspektion, erläuterte, geht die Polizei dann von einer schweren Verletzung aus, wenn das Opfer mindestens einen Tag stationär im Krankenhaus behandelt werden muss. Das betraf in der Gruppe der jungen Autofahrer (18 bis 24 Jahre) fünf Personen, zwei weitere starben. Bei den Senioren (ab 65 Jahren) überlebten fünf einen Unfall nicht, 23 wurden schwer verletzt.

Viele Ursachen

Die Ursachen für Unfälle bleiben seit Jahren immer die gleichen, wie die Polizei erläuterte. Es sind Fehler beim Wenden oder Rückwärtsfahren, zu geringer Sicherheitsabstand, ein überschreiten der erlaubten Höchstgeschwindigkeit oder auch zu schnelles Fahren bei schlechten Verhältnissen wie Regen – und schließlich die Missachtung von Vorfahrtsregeln. Besonders bei den tödlich verlaufenden Unfällen in der Wesermarsch gab es nicht die eine herausstechende Ursache, geht aus den Daten hervor. Ein Unfall unter Alkoholeinfluss war hier ebenso vertreten wie gesundheitliche Probleme als Auslöser, Fahrer, die auf die Gegenfahrbahn gerieten, und nicht angepasste Geschwindigkeiten.


Für Wilfried Grieme bleibt angesichts der Zahlen die Verkehrssicherheit und die Prävention von Verkehrsunfällen ein Kernbereich der Polizeiarbeit – neben der Kriminalitätsbekämpfung.

Christian Quapp
Christian Quapp Team Nord (Leitung)
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