MEPPE - In der öffentlichen Debatte um den Bau eines Kohlekraftwerks in Dörpen hat der Landrat des Kreises Emsland, Hermann Bröring (CDU), die Wogen geglättet. Sie waren in den vergangenen Tagen hochgeschlagen, nachdem der Auricher Windkraftanlagenhersteller Enercon angekündigt hatte, er wolle auf den Bau einer Rotorblattfabrik mit rund 1000 Arbeitsplätzen in Haren verzichten, sollte das Kohlekraftwerk realisiert werden.
Diesbezügliche Äußerungen von Enercon-Inhaber Aloys Wobben seien „vermutlich der Gesamtatmosphäre“ während einer Bürgerversammlung zu dem Kraftwerksprojekt geschuldet gewesen, sagte Bröring am Mittwoch in Meppen. „Im August werden wir mit allen Beteiligten ein Gespräch führen.“ Grundsätzlich signalisiere die Gesprächsbereitschaft von Enercon, dass die Unternehmensführung an einer Klärung der Situation interessiert sei, sagte Bröring.
Der Landrat betonte, als der Enercon-Chef im vergangenen Jahr die Absichtserklärung zum Bau eines Rotorenblattwerks am Eurohafen in Haren unterzeichnet habe, seien die Pläne für den Bau eines Kohlekraftwerks in Dörpen ebenso bekannt gewesen wie die Tatsache, dass Wobben kein Befürworter von Kohlekraftwerken sei.
