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NWZonline.de Region

Moorbrand Bei Meppen: Empörung über Bundeswehr

06.10.2018

Meppen /Hannover /Berlin Spezialisten der Bundeswehr untersuchen nach dem Moorbrand auf dem Waffentestgelände bei Meppen Boden, Luft und Wasser nach Spuren von radioaktiver Strahlung und Quecksilber. „Die Strahlenmessstelle Süd ist mit dem Auftrag vor Ort, zu überprüfen, ob Einsatzkräfte einer Strahlenbelastung ausgesetzt gewesen sein könnten“, sagte ein Sprecher der Bundeswehr.

Auf dem Gelände könnten in der Vergangenheit nach Recherchen der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ quecksilberhaltige Sprengkörper etwa der Nationalen Volksarmee sowie uranhaltige Nato-Munition getestet worden sein.

Laut Verteidigungsministerium gibt es keine akuten Hinweise auf radioaktive Strahlung oder erhöhte Quecksilberbelastung. Die angekündigten Messungen seien eine rein vorsorgliche Maßnahme, sagte Sprecher Jens Flosdorff.

Unterdessen reagieren Politik und Verbände mit Empörung und der Forderung nach Aufklärung darauf, dass Bundeswehr und Landkreis Emsland die Bevölkerung und Einsatzkräfte über etwaige Gesundheitsgefahren durch den Moorbrand in Meppen offenbar falsch informiert hat. Die Entwarnung sei vor einschlägigen Messungen erfolgt.

„Unfassbar, dass Feuerwehrleute und Polizisten in einen möglicherweise gesundheitsgefährlichen Rauch geschickt wurden“, schimpft der brandschutzpolitische Sprecher der Grünen im Landtag, Christian Meyer.

„Wir gehen der Sache nach. Jetzt gilt es erstmal zu klären, was wann gemessen wurde“, sagte eine Sprecherin der Landesregierung. Das Innenministerium machte unterdessen deutlich, dass es bereits vor einer Woche Messdaten von der Bundeswehr angefordert habe, eine Reaktion sei bisher aber ausgeblieben.

Das Feuer war auf dem moorigen Bundeswehrgelände am 3. September nach einem Waffentest ausgebrochen. Erst nachdem die Bundeswehr vor zwei Wochen auch zivile Feuerwehren und das Technische Hilfswerk – davon viele aus dem Oldenburger Land – zu Hilfe rief, gelang es, den Brand unter Kontrolle zu bringen.

„Es muss offengelegt werden, wann und unter welchen Bedingungen hier Untersuchungen stattgefunden haben und noch stattfinden, um zu erfahren, wie belastet die Luft tatsächlich war und ist“, fordert der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Dietmar Schilff.

„Zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine Informationen vor, die den Verdacht erhärten, dass eingesetzte Feuerwehrangehörige Belastungen ausgesetzt waren, die zu dauerhaften Gesundheitsschäden führen können“, sagte ein Sprecher des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen der NWZ. „Allerdings stützt sich diese Annahme ausschließlich auf Angaben der Bundeswehr“, schiebt er unmittelbar hinterher.

Das Technische Hilfswerk befürwortet die neuen Messungen. „Sobald die neuen Ergebnisse vorliegen, wird das THW erneut eine Bewertung vornehmen“, so ein Sprecher.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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