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NWZonline.de Region

Testgelände Bei Meppen: Bundeswehr nimmt Schießübungen nach Moorbrand wieder auf

28.02.2019

Meppen Nach dem verheerenden Moorbrand auf einem Waffenübungsgelände im Emsland im vergangenen Sommer hat die Bundeswehr ein Teil des Testprogramms wieder aufgenommen. Von Mittwoch an werde im Schießstand geübt, sagte der Sprecher der Wehrtechnischen Dienststelle 91, Michael Bertschik. Nach dem mehrwöchigen Moorbrand bei Meppen hatte die Bundeswehr den Testbetrieb im Herbst ausgesetzt. Nun sollen „dringend erforderliche Erprobungen“ fortgesetzt werden. So testet das Militär ein neues Sturmgewehr als Nachfolger für das Modell G36.

Aber auch die Erprobung von großkalibrigeren Waffen soll von Mittwoch an wieder aufgenommen werden können, etwa der Test von Maschinenkanonen. Die Versuche dürften in Bereichen stattfinden, in denen es kein erhöhtes Brandrisiko gibt und wo der Brandschutz gewährleistet ist, sagte Bertschik. Bereiche mit erhöhter Brandgefährdung und Moorflächen seien zunächst noch vom Schießbetrieb ausgenommen. Dafür müssten noch zahlreiche Punkte geklärt werden; unter anderem, ob der Brandschutz dort gewährleistet werden kann.

Lesen Sie alle Berichte zum dem Moorbrand bei Meppen hier im Spezial

In einer ersten Phase war Ende November bereits der Laborbetrieb wieder aufgenommen worden. Das Wiederanfahren des Testbetriebs hat die Bundeswehr in insgesamt fünf Phasen gegliedert.

Bei einem Waffentest am 3. September hatte sich das Moor entzündet, von einem Hubschrauber aus waren an mehreren Tagen Raketen abgefeuert worden. Dass es bei Munitionstests im Moor zu einem Feuer kommt, ist nicht ungewöhnlich. Da aber eine der zwei Löschraupen zu dem Moment repariert wurde und die zweite beim Löschen ausfiel, uferte das Feuer aus. Der Brand konnte schließlich erst am 10. Oktober gelöscht werden. Zwischenzeitlich hatte der Landkreis Katastrophenalarm ausgelöst. Bis zu 1700 Kräfte von Bundeswehr, ziviler Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks waren im Einsatz.

In einem Abschlussbericht zum Moorbrand hatte die Bundeswehr die bisher entstandenen Kosten auf 7,9 Millionen Euro beziffert. Auch die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt wegen des Moorbrandes.

Der Landkreis Emsland begrüßte am Mittwoch die Wiederaufnahme des Schießbetriebs in Bereichen, die außerhalb von Flächen mit erhöhtem Brandrisiko liegen. Bevor in den übrigen Bereichen wieder Waffentests stattfinden, müsse die Brandbekämpfung dort personell und materiell sichergestellt sein, teilte der Kreis mit. Erforderlich sei die Zusammenarbeit auch mit den Ortsfeuerwehren und dem Landkreis.

Der Landkreis mahnte allerdings auch an, dass die ökologische Aufarbeitung und Sanierung der durch den Moorbrand in Mitleidenschaft gezogenen Flächen nicht vergessen werden dürfe. Wenn dies alles gewährleistet sei, könne die Bundeswehr als wichtiger Arbeitgeber im Landkreis Wertschätzung und verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen.

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