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NWZonline.de Region

Menschen In Twist Angegriffen: Messerangreifer stirbt nach Schuss ins Bein

19.06.2020

Osnabrück /Twist Ein 23-jähriger, der mit einem Messer bewaffnet am Donnerstagvormittag gegen 10.25 Uhr mehrere Menschen in einer Arztpraxis und in einem Haus in Twist bedroht und angegriffen hatte, ist an den Folgen einer Schussverletzung gestorben. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte, starb der 23-Jährige am frühen Morgen in einem Krankenhaus. Der Leichnam solle nun obduziert werden. Gegen den Beamten, der den Schuss abgab, wurde ein Verfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Es deute bislang aber nichts darauf hin, dass der Schuss unverhältnismäßig gewesen sei.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Osnabrück hatte offenbar in Eigenwehr ein Polizist dem Bewaffneten ins Bein geschossen, als dieser auch die hinzugekommenen Beamten angreifen wollte.

Nach ersten Erkenntnissen war der 23-Jährige erst in der Arztpraxis gewesen und dann in ein Haus gegangen. Eine angegriffene Person soll vor dem Mann nach draußen geflohen sein. Verletzt wurde hierbei niemand.

Die zu diesem Zeitpunkt eintreffenden Polizeibeamten konnten den weiterhin bewaffneten Mann draußen antreffen. Der Mann soll sich dann den Beamten zugewandt und mit dem Messer auch auf diese losgegangen sein. Daraufhin schoß ein Polizist dem jungen Mann in den Oberschenkel. Er wurde durch einen Schuss in den Oberschenkel erheblich verletzt und anschließend in einem reanimationspflichtigen Zustand dem Krankenhaus zugeführt. Dort verstarb er gegen 2 Uhr in der Nacht zu Freitag.

Erkenntnisse zur Motivlage des Mannes liegen derzeit noch nicht vor. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat gemeinsam mit der Polizeiinspektion in Leer die Ermittlungen aufgenommen.

Mann in Bremen erschossen

Ebenfalls am Donnerstag wurde ein 54-jähriger Mann bei einem Polizeieinsatz in Bremen erschossen. Als Ort nannte die Polizei eine große Wohnanlage im Stadtteil Gröpelingen. Zu den Hintergründen könnten noch keine Angaben gemacht werden, hieß es.

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Die Polizei widersprach aber ersten Berichten, es habe sich um eine Wohnungsräumung gehandelt. Es ermittele die Dienststelle für interne Ermittlungen. Die Gewerkschaft der Polizei teilte am Freitag mit, der Mann habe die Polizisten zuvor mit einem Messer angegriffen.

Nach Angaben von Anwohnern ereignete sich der tödliche Zwischenfall im Innenhof der Wohnanlage. Die Staatsanwaltschaft Bremen teilte mit, sie werde sich nicht vor Freitag zu dem Fall äußern.

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