MIDDELS - 'Es war eine lange Durststrecke für unsere Milcherzeuger in Niedersachsen, doch es geht endlich wieder bergauf', sagte am Dienstag Hermann Hermeling, Vize-Präsident der Landwirtschaftkammer Niedersachsen in seiner Eröffnungsrede zu den rund 400 Landwirten, die den 15. Milcherzeugertag in der 'Alten Schmiede' in Middels besuchten.

Angesprochen hatte er damit den Milchpreis, der im Vorjahr zeitweise bei nur 24 Cent pro Kilogramm lag. 'Mit so einem Preis kann ein Landwirt nicht kostendeckend arbeiten', monierte Dr. Jakob Gronewold, Mitorganisator der Tagung und Referent für Rinderzucht und -haltung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Mittlerweile liegen die Milchpreise wieder bei 39 bis 40 Cent pro Kilogramm. Dies läge an der positiven Exportnachfrage nach Milch sowie an der gestiegenen Nachfrage nach Butter, so Hermeling. Die Konsequenz daraus sei, eine bessere wirtschaftliche Lage für die Landwirte. Sie würden wieder in ihre Betriebe investieren. So würden sie vor allem größere Ställe bauen können. 'Das ist dem Strukturwandel geschuldet - größere Betrieben mit größeren Herden', sagte Hermeling. Dabei besitzt ein Milchereuzuger durchschnittlich 109 Kühe. Die Anzahl der Betriebe ist jedoch auf minus 6,9 Prozent in Niedersachsen gesunken.


Anmerkung: In einer vorherigen Version des Textes sind die Zitate dem Präsidenten der Landwirtschaftskammer, Gerhard Schwetje, zugeschrieben worden. Allerdings ist nicht Schwetje, sondern dessen Vize-Präsident Harald Hermeling Redner auf dem Milcherzeugertag gewesen. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Den kompletten Bericht lesen Sie am Mittwoch in der gedruckten Ausgabe.

Katrin von Harten-Wübbena
Katrin von Harten-Wübbena Redaktion Wittmund