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NWZonline.de Region

Buch: Mit Agrarreform gegen Leibeigenschaft

05.04.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-04-05T09:29:35Z 280 158

Buch:
Mit Agrarreform gegen Leibeigenschaft

Oldenburger Land Die Oldenburger Forschungen sind um eine Neuerscheinung reicher: „Erbprinz Paul Friedrich August von Holstein-Oldenburg in Russland 1811-1816. Exil und Aufhebung der Leibeigenschaft in Estland“, heißt das jetzt vorgestellte Werk von Bernd Müller.

Erbprinz Paul Friedrich August (1783-1853) folgte während der französischen Annexion des Oldenburger Landes seinem Vater Herzog Peter Friedrich Ludwig von Holstein-Oldenburg ins Exil nach Russland. Dort wirkte er im russischen Hauptquartier als Generalleutnant bis zur Verbannung Napoleons und kehrte nach einer Zwischenetappe beim Wiederaufbau des Herzogtums Oldenburg für weitere zwei Jahre nach Russland zurück. Zar Alexander I. berief ihn zum Generalgouverneur von Estland. Erbprinz August nahm eine Agrarreform vor, die die Aufhebung der Leibeigenschaft estländischer Bauern zum Ziel hatte. Die erhaltene Korrespondenz und weitere Archivalien ermöglichen einen Blick auf die Entwicklung von Paul Friedrich August, der dann von 1829 bis 1853 als Großherzog das Großherzogtum Oldenburg regierte.

Der Autor Dr. Bernd Müller (72) arbeitet als promovierter Historiker in Oldenburg und nimmt Lehraufträge am Institut für Geschichte der Oldenburger Universität wahr.