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NWZonline.de Region

Macht ein Schütze Jagd auf Fahrzeuge in der Region?

23.08.2018

Oldenburg /Bad Zwischenahn /Ahlhorn Macht ein Schütze Jagd auf Fahrzeuge in der Region? Inzwischen haben sich mehrere Vorfälle, die das vermuten lassen, ereignet. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei Oldenburg ermitteln wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes sowie des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Auch die Autobahnpolizei Ahlhorn ermittelt. Inzwischen wurde eine Sonderkommission eingerichtet.

Zuletzt war einem 60-jährigen Sattelzugfahrer am Dienstagabend, 21. August, gegen 18.25 Uhr auf der A 28 in Fahrtrichtung Leer zwischen den Anschlussstellen Neuenkruge und Bad Zwischenahn ein Loch in seiner Windschutzscheibe aufgefallen. Der Fahrer informierte von einem Parkplatz aus die Polizei – auch darüber, dass er auf der Autobahnbrücke Aschhauser Straße einen Mann gesehen habe, der eine Waffe in der Hand gehalten und sich zu Fuß in Richtung Neuenkruger Straße entfernt habe.

Trotz umfangreicher Suchmaßnahmen und des Einsatzes eines Polizeihubschraubers konnte die Polizei allerdings keine tatverdächtige Person feststellen. Nach NWZ-Informationen kreiste der Hubschrauber etwa eine Stunde lang im Zick-Zack-Kurs unter anderem auch über einem Waldgebiet in Gristede (Landkreis Ammerland). Auf Nachfrage der NWZ, warum der Hubschrauber das Gebiet durchsuchte, wollte die Polizei am Dienstagabend und Mittwochvormittag zunächst keine Angaben machen.

Bei der flüchtigen Person soll es sich um einen Mann mit dunklen Haaren und normaler Statur handeln. Er habe ein dunkles Oberteil sowie eine helle Hose getragen.

Drei ähnliche Vorfälle waren der Polizei bereits in den vergangenen Wochen gemeldet worden: Am Sonntagvormittag, 29. Juli, am Montagmittag, 6. August, sowie am Donnerstagvormittag, 16. August, hatten Fahrzeugführer auf der A 29 zwischen dem Nord- und dem Ostkreuz ähnliche Beschädigungen festgestellt. Bei zwei Autos zerbrach während der Fahrt eine Seitenscheibe, bei dem dritten Fahrzeug stellte die Polizei in einer Scheibe ein kleines Loch fest. Die Fahrzeuginsassen blieben unverletzt.

Ob ein Zusammenhang zwischen den jeweiligen Fällen besteht, ist Gegenstand der Ermittlungen. Die Polizei bittet Personen, die zu den Vorfällen Hinweise geben können, sich unter der Telefonnummer 0441/7904115 zu melden.

Auf der A 1 soll des Weiteren der Wohnwagen eines Oldenburgers mit einem Luftgewehr beschossen worden sein. Davon geht die Autobahnpolizei Ahlhorn aus, die in dem Fall ermittelt. Der Mann hatte ein Einschussloch in der Außenwand des Wohnwagens festgestellt und Anzeige erstattet. Die Polizei vermutet, dass der Schuss am Donnerstagnachmittag, 16. August, zwischen Hamburg und Bremen abgegeben worden ist. Zeugen werden gebeten, sich mit Hinweisen beim Autobahnpolizeikommissariat Ahlhorn unter der Telefonnummer 04435/9316-0 zu melden.

Im Gespräch mit der NWZ sagte Detlef Wittke, dessen Wohnwagen beschossen worden war, er vermute, dass der Schuss aus einem Lkw abgegeben worden sein müsse. Die Autobahn sei dort dreispurig, er sei in der Mitte gefahren. „Die Kugel ist komplett durch einen Schrank gegangen“, berichtet Wittke, „das Projektil lag im Innenraum des Wohnwagens.“ Zum Glück war der 53-Jährige allein unterwegs – nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn sich jemand in dem Wohnwagen befunden hätte. Später erfuhr Wittke, dass es einem anderen Geschädigten auf der A1 am 16. August genauso ergangen sein soll – an dessen Wohnwagen waren sogar drei Einschusslöcher. Am Donnerstagmittag teilte die Polizei mit, dass es sich dabei um einen 64-jährigen Mann aus dem Landkreis Diepholz handeln soll. Bei einer Absuche seines Wohnwagens konnte ein Projektil gefunden werden. In Frage komme der Bereich zwischen Sittensen und dem Dreieck Stuhr in Richtung Osnabrück.

Auf Facebook veröffentlichte Wittke Fotos von seinem beschossenen Wohnwagen:

Aus den bisherigen Ermittlungen geht die Polizei Oldenburg laut Pressesprecherin Sarah Rost „eher nicht davon aus“, dass ein Zusammenhang zwischen den Vorfällen auf der A1 und jenen auf der A28 und A29 besteht, wie die NWZ auf Nachfrage erfuhr. „Wir schließen es aber nicht gänzlich aus.“

Update: Am Montag, 27. August, gab die Polizei zwei weitere Vorfälle bekannt. Am Donnerstag, 23. August, wurde auf der B 72 bei Emstek (Kreis Cloppenburg) ein Schuss auf die Windschutzscheibe eines Kleintransportes abgegeben. Der Fahrer hatte gegen 2.15 Uhr die Brücke über die A 1 überquert und war auf der Bundesstraße in Richtung Cloppenburg unterwegs. Er blieb unverletzt.

Am Samstag, 25. August, stellte ein 28-jähriger Autofahrer aus Varel auf der A 29 in Richtung Wilhelmshaven zwischen Jaderberg und Varel/Obenstrohe ein Loch in der Windschutzscheibe fest. Eine Schussabgabe kann die Polizei nicht ausschließen. Der Fahrer und seine Beifahrerin blieben unverletzt.

Jantje Ziegeler
Redakteurin
Online-Redaktion
Tel:
0441 9988 2157

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