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NWZonline.de Region

Warum es hier so nach Feuer riecht

12.09.2018 - aktualisiert vor 11 Minuten

Oldenburg Ein intensiver Brandgeruch liegt am Dienstagnachmittag über Oldenburg. Woran liegt’s? Die beruhigende Nachricht: „Weder in Oldenburg noch in der näheren Umgebung gibt es derzeit einen Großbrand“, sagt Andreas Schiefbahn, Abteilung Einsatz bei der Berufsfeuerwehr Oldenburg. Das habe auch die Großleitstelle bestätigt.

Dennoch rückten die Kameraden in Oldenburg bereits zu vier Einsätzen aus. Besorgte Bürger hatten die Feuerwehr aufgrund des Brandgeruchs alarmiert. Bei allen Einsätzen stellte sich heraus, dass es sich um Fehlalarme handelte.

Andreas Schiefbahn kann sich den Brandgeruch nur so erklären: Vermutlich kommt der Gestank aus Meppen. Dort stehen bereits seit vergangenen Dienstag auf einem Testgelände der Bundeswehr fünf Hektar Moorland in Brand. Mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit trägt der Wind den Geruch bis ins Oldenburger Land. „Wir wundern uns auch“, sagt Andreas Schiefbahn. „Aber von der Windrichtung und Windstärke passt das.“ Zurzeit wehe ein Wind der Stärke 4. Einzelne Böen hätten eine Windstärke von bis zu 8.

„Wir raten den Bürgern, Fenster und Türen geschlossen zu halten“, sagt Schiefbahn. Eine Gefahr bestehe aber nicht. „Wir können einfach nur hoffen, dass sich der Wind dreht.“ Aktiv suche die Feuerwehr nicht nach möglichen Brandorten. Konkreten Hinweise, etwa bei deutlich sichtbarer Rauchentwicklung, werde aber nachgegangen.

Auch über das Warn- und Informationssystem „Katwarn“ wurde die Bevölkerung über die Geruchsbelästigung in Oldenburg informiert. Auch dort heißt es: „Wir gehen davon aus, dass der Geruch gegebenenfalls aus dem Emsland kommt. Meppen liegt rund 100 Kilometer, also knapp 1,5 Stunden Fahrzeit, von Oldenburg entfernt.

Auch in Bremen-Nord meldeten am Dienstag nach circa 17 Uhr viele besorgte Bürger über den Notruf 112 starken Brandgeruch, teilt die Feuerwehr mit. Keiner der Anrufer konnte eine konkrete Angabe machen, wo der Brandgeruch herkommen könnte. Feuerwehr und Polizei brachen daher zu Erkundungsfahrten auf, die aber auch kein näheres Ergebnis brachten. Der Geruch wurde ebenfalls auf den Moorbrand in Meppen zurückgeführt.

Löscharbeiten in Meppen dauern an

Menschen kamen bei dem Feuer in Meppen dabei bisher nicht zu Schaden. Nach Angaben eines Bundeswehr-Sprechers ist das Feuer seit einigen Tagen unter Kontrolle. Allerdings würden die Löscharbeiten wohl noch bis zum Ende der Woche andauern.

Ausgebrochen war der Brand bei Munitionstests in der Wehrtechnischen Dienststelle, wo regelmäßig Waffen und Munition erprobt werden. „Gerade bei einer extremen Trockenheit wie in diesem Sommer kann so etwas schon mal passieren“, sagte der Sprecher. Deshalb sei bei diesen Tests immer die Betriebsfeuerwehr dabei.

In der vergangenen Woche jedoch fiel ein Spezialfahrzeug aus, das den sumpfigen Boden des Testgeländes befahren kann. So konnte sich der Schwelbrand ausbreiten, bis ein Löschhubschrauber einsatzbereit war. Am Wochenende fachte starker Wind das Feuer weiter an.

Lesen Sie mehr zum Moorbrand in Meppen unter www.NWZonline.de/moorbrand-meppen

Inga Wolter
stv. Ltg.
Online-Redaktion
Tel:
0441 9988 2155
Marc Geschonke
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2107

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