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NWZonline.de Region

Medizinstudiengang in Oldenburg wird überprüft

23.10.2018

Oldenburg Der Wissenschaftsrat von Bund und Ländern wird den Oldenburger Medizinstudiengang in dieser Woche überprüfen. Die Experten seien dafür am Donnerstag und Freitag auf dem Campus, sagte Prof. Dr. Hans Gerd Nothwang, Dekan der Medizinischen Fakultät der Uni Oldenburg. Danach soll der Wissenschaftsrat eine Empfehlung an das Land abgeben. Diese wird nach Universitätsangaben voraussichtlich im Juni oder Juli 2019 vorliegen. Das Land muss dann entscheiden, ob und wenn ja, wie es mit dem Studiengang weitergeht.

Der niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler (Berne/Kreis Wesermarsch) bezeichnet die European Medical School (EMS) als „grenzüberschreitendes Leuchtturmprojekt, das in dieser Form deutschland- und europaweit einmalig ist“. Mit ihrer praxisnahen Ausbildung gehe die EMS neue Wege und leiste Pionierarbeit zur Lösung des aktuell wichtigen Problems fehlender Hausärzte. In ihrer fünfjährigen Erprobungsphase habe sich die EMS bewährt. „Ziel ist es jetzt, sie auf die nächste Stufe zu heben und Oldenburg dauerhaft als einen bundesweit konkurrenzfähigen Studienstandort der Humanmedizin zu etablieren“, betont Thümler gegenüber der NWZ.

Die Große Koalition in Niedersachsen wolle die EMS weiterentwickeln und Schritt für Schritt 140 zusätzliche Studienplätze schaffen. Es sei beabsichtigt, für die dann insgesamt 200 Studienplätze an der EMS insgesamt 50 Millionen Euro jährlich bereitzustellen. „Wenn wir den Landärztemangel bekämpfen wollen, muss dies entsprechend im Landeshaushalt verankert werden“, fordert der CDU-Politiker.

Schon in den vergangenen Jahren habe das Land die Finanzierung für die EMS deutlich erhöht. Die EMS erhält laut Wissenschaftsministerium derzeit jährlich rund 17 Millionen Euro. „Aber auch die Akteure vor Ort müssen ihren Beitrag leisten, um die EMS weiter voran zu bringen“, sieht Thümler das Land nicht in alleiniger Verantwortung.

Derzeit gibt 240 Medizin-Studenten in Oldenburg. Die ersten 40, die zum 1.Oktober 2012 ihr Studium mit dem Start der Medical School aufnahmen, machen im November das Examen.

Hier finden Sie einen NWZ-Kommentar: Zukunft der Oldenburger Medizinausbildung – Der junge Patient

Norbert Wahn Redakteur / Politikredaktion
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Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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