Oldenburg - Die Wahllokale sind geöffnet, die Oldenburger setzen ihre Kreuze auf die Wahlzettel. Und dennoch ist ungewiss, ob nach Bekanntgabe des Ergebnisses an diesem Abend die Nachfolge für Gerd Schwandner schon feststeht. Denn neuer Oberbürgermeister bei dieser Direktwahl wird nur, wer mehr als die Hälfte aller gültigen Stimmen gewinnt. Diese Hürde müsste CDU-Kandidat Christoph Baak, Heinrich Kreuzwieser (WFO), SPD-Kandidat Jürgen Krogmann oder die von den Grünen nominierte Marion Rieken erst einmal nehmen.

Im Niedersächsischen Kommunalwahlgesetzt heißt es dazu:

„Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhalten hat. Erfüllt keine Person die Voraussetzung (...), so findet eine Stichwahl zwischen den beiden Personen statt, die bei der Wahl die meisten Stimmen erhalten haben.“

In Oldenburg würde die Stichwahl am Sonntag, 12. Oktober , stattfinden. Deshalb sollten die Bürger ihre Wahlbenachrichtigungen auch nicht einfach wegwerfen, wenn sie im Wahllokal abgestimmt haben. Denn die könnten sie noch einmal benötigen, wenn sie sich zwischen den beiden Kandidaten entscheiden müssten, die an diesem Sonntag die meisten Stimmen bekommen haben.

Näheres zu Direktwahlen im Niedersächsischen Kommunalwahlgesetz


Auch Gerd Schwandner ist durch eine Stichwahl Oberbürgermeister geworden. Mit 50,87 Prozent der Stimmen setzte sich der Kandidat der CDU am 27. September 2006 knapp gegen SPD-Kandidat Dietmar Schütz (49,12 Prozent) durch. Im ersten Wahllang hatte Schütz mit 43,38 Prozent noch deutlich vor Schwandner (26,84 Prozent) gelegen.

Ab 18 berichtet NWZonline aus dem Kulturzentrum PFL. Dort werden nach Schließung der Wahllokale Zwischenergebnisse und Meldungen zur Wahl auf einer Großbildleinwand präsentiert. Erste Ergebnisse werden ab 18.30 Uhr erwartet.