OLDENBURG/FRIESOYTHE/SCHORTENS/STADLAND - Auch benachteiligte Jugendliche mit Handicaps sollten auf dem Arbeitsmarkt eine Chance erhalten. Dazu rief Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff im Rahmen seiner Sommerreise die Wirtschaft auf. Wulff war zuvor von Teilnehmern der Aktion „Szenenwechsel“ einen Tag lang begleitet worden.

Lena Nordmann (Friesoythe), Vanessa Wiechert (Stadland) und Oliver Wolters (Schortens) hatten an der von Caritas und Diakonie im Oldenburger Land organisierten Aktion teilgenommen und fünf Tage in einer sozialen Einrichtung mitgearbeitet.

In dem Gespräch mit den jungen Leuten bemängelte Wulff, dass bei Einstellungen zu oft nur die Zeugnisse betrachtet würden und nicht, was jemand neben seiner Schulzeit ehrenamtlich gemacht habe oder welche innere Motivation er mitbringe.

Wenn Wulff selbst die Möglichkeit hätte, einen Tag in einer sozialen Einrichtung mitzuarbeiten, würde er dies am liebsten in einer Tafel tun und Lebensmittel an Bedürftige ausgeben. Ebenfalls großes Interesse habe er an der Arbeit der Hospizbewegung wo mit großer Hingabe und Menschenfreundlichkeit denen geholfen werde, denen der Tod bevorstehe.

Die drei Jugendlichen zeigten sich beeindruckt vom gemeinsamen Tag mit dem Ministerpräsidenten. Es habe eine sehr lockere Stimmung geherrscht. Wulff selbst habe immer wieder Witze gemacht, so dass man bei aller Ernsthaftigkeit der Anliegen den ganzen Tag über viel gelacht habe.