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NWZonline.de Region

Interaktive Übersicht: Hier finden Sie das Testzentrum in Ihrer Nähe

25.03.2021

Oldenburg Das Testen auf das Coronavirus ist essenzieller Bestandteil der deutschen Pandemie-Bekämpfung: Nur wer möglichst schnell und präzise die Verteilung und Häufigkeit von Infektionen erkennt, kann Infektionsketten nachverfolgen und mögliche Infektionsherde wirksam bekämpfen.

Deshalb werden derzeit auch im Nordwesten zahlreiche Testzentren aufgebaut. Hier können sich Bürgerinnen und Bürger einmal pro Woche mittels Antigen-Schnelltest kostenlos auf eine mögliche Infektion testen lassen. Mit unserer Übersicht finden Sie schnell und einfach heraus, wo das nächste Testzentrum in ihrer Umgebung sich befindet, wann Sie sich dort testen lassen können und wie Sie sich für einen Schnelltest anmelden können.

Die Informationen in dieser Übersicht werden regelmäßig ergänzt und angepasst. Sollte es zu Problemen mit der Darstellung kommen, klicken Sie hier.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Schnell- und Selbsttests

Was sollen Schnelltests leisten?

Schnelltests werden durch geschultes Personal gemacht - etwa in Testzentren oder Praxen. Dafür wird ein tiefer Nasen- oder Rachenabstrich genommen, was nicht ganz einfach und für viele auch nicht so angenehm ist. Die Auswertung läuft dann ähnlich wie bei Schwangerschaftstests: Die Probe kommt auf einen Streifen, der mit einer Verfärbung reagiert. Das Ergebnis soll in 15 bis 20 Minuten da sein. Schnelltests können auch jetzt schon genutzt werden, etwa in Pflegeheimen, Kliniken und nach Infektionsfällen etwa in Schulen.

Für alle Bürger angeboten werden soll mindestens ein kostenloser Schnelltest pro Woche, auch ohne Symptome. Der Bund will die Kosten wohl ab nächster Woche übernehmen, die Länder sollen die Tests dann so schnell wie möglich anbieten - samt Bescheinigung zum Ergebnis. Die könnte man dann zum Beispiel bei Behörden nach der Einreise aus Risikogebieten vorlegen oder beim Besuch von Pflegeheimen. Bund und Länder berieten auch über regelmäßige Schnelltests in zwei konkreten Bereichen: in Schulen und Kitas sowie in Unternehmen.

Was sollen Selbsttests leisten?

Selbsttests soll man einfach zu Hause anwenden können - auch ohne extra Schulung, es gibt aber Gebrauchshinweise. Dafür kann man sich zum Beispiel einen Abstrich vorn in der Nase nehmen oder Spuck- und Gurgeltests machen. Sie könnten mehr Sicherheit geben, heißt es in einem Diskussionspapier des Gesundheitsministeriums - im privaten Kontext für Getestete selbst, aber etwa auch bei Familientreffen. Denkbar wären aber auch Selbsttests unter "Aufsicht" vor Ort direkt durch Veranstalter - zum Beispiel als Voraussetzung, um Restaurants, Theater oder Kinos zu betreten.

Wie sieht es überhaupt mit Testkapazitäten aus?

In manchen Pflegeheimen gab es schon Probleme bei Schnelltests wegen knappen Personals. Zusätzliche Teststationen für alle Bürger müssten teils noch vor Ort aufgebaut werden. Beauftragt werden könnten damit nach Vorstellung des Bundes auch Dienstleister, die im vergangenen Sommer schon Testzentren an Flughäfen oder Autobahnen hochzogen. Bei Schnelltests selbst rechnet der Bund mit einem vorhandenen Angebot: Bis zu 800 Millionen Stück sind demnach für dieses Jahr gesichert.

Bei Selbsttests sind inzwischen sechs Produkte amtlich zugelassen. Erste Tests sollen bald frei in Apotheken, Geschäften und im Internet zu haben sein. Der Discounter Aldi will an diesem Samstag starten, zwei Drogerieketten nächste Woche. Das Bundesgesundheitsministerium steht nach eigenen Angaben mit Herstellern in Kontakt, um Kontingente von bis zu 208 Millionen Stück zu sichern. Aus dem Bundestag kamen Rufe nach Gratis-Tests. Die Regierung will prüfen, ob sie die Bürger möglicherweise nur "eine angemessene Eigenbeteiligung" kosten sollen.

Wie viel Sicherheit geben die schnellen Tests?

Die Bundesregierung schränkt ein, Schnelltests lieferten nur ein Ergebnis für einen Tag. Und auch ein negatives Ergebnis sei "kein Freibrief", sich etwa nicht mehr an Abstand und Maskenregeln zu halten. Das Robert Koch-Institut (RKI) und das Paul-Ehrlich-Institut halten Schnelltests vor allem in jener Phase für sinnvoll, wenn Infizierte eine hohe Viruslast haben - also ein bis drei Tage vor ersten Symptomen und in den ersten sieben Tagen der Erkrankung. Dann könne man Infizierte und enge Kontaktpersonen gezielt isolieren. Als "Goldstandard" gelten in jedem Fall weiterhin PCR-Labortests.

NWZonline.de/gesundheit
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Björn Buske Redakteur / Online-Redaktion
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