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NWZonline.de Region

So schützen Sie Ihre Daten im Internet

08.01.2019

Oldenburg 123456. 12345. 123456789. Na? Haben wir schon Ihr supergeheimes Passwort zu Ihrem E-Mail-Konto erraten? Zumindest handelt es sich bei den genannten Zahlenfolgen um die drei beliebtesten deutschen Passwörter 2018. Es liegt auf der Hand, dass es für ein Hacker ein Kinderspiel wäre, auf Ihren Account zuzugreifen.

Ein sicheres Passwort

Victor Deditius Bild: J. Bichmann

Wie aber können Sie sich vor Datendiebstahl schützen? „Das Wichtigste ist das Passwort“, erklärt Victor Deditius, Koordinator für Datenschutz und -management in der NWZ-Mediengruppe. Ein gutes Passwort besteht aus mindestens acht Zeichen, enthält Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Ein und dasselbe Passwort sollte nicht mehrfach verwendet werden, auch nicht, wenn man es zum Beispiel einfach um eine Zahl erweitert. Statt sich sämtliche Passwörter auf einem Zettel zu notieren oder auf dem Rechner abzuspeichern, rät Deditius zu einem Passwort-Manager, den man sich zum Beispiel als App auf dem Handy installieren und dann passwortgeschützt alle Passwörter verwalten kann.

Zwei-Faktor-Authentifizierung

Bei großen Web-Diensten wie Paypal oder Amazon rät der NWZ-Experte außerdem dazu, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung zu nutzen. Das bedeutet, dass der Nutzer nicht nur sein Passwort zum Einloggen eingeben muss, sondern zum Beispiel auch eine PIN-Nummer, die er per SMS auf sein Handy geschickt bekommt. „Wenn sich jemand zum Beispiel die Zugangsdaten zu einem Facebook-Konto erschleicht, bräuchte er immer noch diese PIN, um sich einzuloggen“, erklärt Deditius.

Video: Datenskandal – Wie Azubi Jonas Ueberschaer half, den Täter zu ermitteln

In den jeweiligen Sicherheitseinstellungen vieler Online-Dienstleister lässt sich dieses Verfahren einstellen. Insbesondere für das E-Mail-Konto ist diese Zwei-Schritt-Verifizierung sinnvoll, denn wer Böses im Schilde führt, könnte mit dem Zugriff auf das E-Mail-Konto bei sämtlichen anderen Diensten das Passwort zurücksetzen lassen und per E-Mail ein neues generieren.

Sicherheitsfragen

Bei vielen Online-Diensten können sich Nutzer Sicherheitsfragen aussuchen – falls sie einmal ihr Passwort vergessen sollten, werden sie gefragt, wie beispielsweise ihr erstes Haustier hieß oder wie der Mädchenname ihrer Mutter lautet. Deditius ist skeptisch: „Das gaukelt einem vor: ,Das weißt nur du.‘“ Aber natürlich kennt zum Beispiel auch der Partner den Mädchennamen – oder die Antworten sind über die Social-Media-Profile oder Google zu finden. Der Tipp des Experten lautet daher, auch hier zum Beispiel ein sicheres Passwort als Antwort zu wählen.

Single Sign-on

Einige Online-Dienste bieten das sogenannte Single Sign-on (SSO) an. Nutzer können sich beispielsweise mit ihrem Facebook-Account bei einem anderen Dienst anmelden. Doch vor diesem vermeintlich komfortablen Service warnt der Datenschutzexperte. Werde das Facebook-Konto gehackt, könne sich der Hacker schließlich auch bei den anderen Diensten problemlos einloggen.

Verschlüsselung

Betroffene Politiker

Aus den Wahlkreisen im Oldenburger Land sind folgende Landtags- und Bundestagsabgeordnete von dem Datenklau betroffen: Astrid Grotelüschen und Stephan Albani (beide CDU), Jochen Beekhuis, Karin Logemann, Olaf Lies, Susanne Mittag und Ulf Prange (alle SPD), Christian Dürr (FDP) sowie Meta Janssen-Kucz und Dragos Pancescu (beide Grüne).

Dringend rät der Experte außerdem zur Verschlüsselung, wenn man beispielsweise jemandem seine Kontodaten per E-Mail schicken möchte. „Eine Mail ist wie eine Postkarte, die leicht von jedem eingesehen werden kann“, erklärt Deditius. Insbesondere rät er zu einer Verschlüsselung, wenn man einen öffentlichen WLAN-Hotspot nutzt, zum Beispiel in einem Café. „Sobald jemand in diesem Café einen Sniffer, also eine bestimmte Software zum Ausspähen, laufen lässt, kann diese Person den Datenverkehr leicht einsehen. Es sei denn, dieser Weg erfolgt verschlüsselt, zum Beispiel über einen sogenannten VPN-Tunnel.“ Auch Messenger-Dienste ermöglichen eine Verschlüsselung. So hat Whats­App standardmäßig Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, beim Messenger von Facebook lässt sich bei jedem Chat eine „geheime Unterhaltung“ einstellen. Der Gesprächsverlauf lässt sich dann nur an diesem einen Gerät einsehen.

Auch die Geräte selbst, also Rechner oder Smartphone, sollten durch diverse Sicherheitsmechanismen geschützt werden. Zudem sollte man darauf achten, Updates für Betriebssysteme und Programme möglichst schnell zu installieren.

Gesunder Menschenverstand

Ein neues iPhone für nur 50 Euro? Und ich muss nur meine Kreditkartennummer dafür angeben...? – Letztlich ist es der gesunde Menschenverstand, der den wichtigsten Schutz im Internet bietet.

Ausführliche Empfehlungen für mehr Datensicherheit finden Sie beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

Jantje Ziegeler Redakteurin / Online-Redaktion
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