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NWZonline.de Region

Högels Kollegen waren nicht „arglos“

27.04.2019

Oldenburg Totschlag und Mord unterscheiden sich durch die sogenannten Mordmerkmale. Eines der bekanntesten ist das Merkmal „Heimtücke“. Im Fall Högel fällt dieses Merkmal allerdings ab einem gewissen Zeitpunkt weg, darauf wies Richter Sebastian Bührmann am 20. Prozesstag hin.

„Heimtücke“ bedeutet, dass das Opfer bei dem Angriff des Täters arg- und wehrlos ist. Bei Klinikpatienten ohne Bewusstsein, so wie im Fall Högel, ist die Arg- und Wehrlosigkeit aber nicht an den Opfern zu bemessen, sondern an „schutzbereiten Dritten“, also an Pflegern und Kollegen. In den Kliniken in Oldenburg und Delmenhorst war das Misstrauen von Kollegen nach Einschätzung des Gerichts allerdings irgendwann so groß, dass sie nicht mehr arglos waren. Bührmann macht diesen Zeitpunkt in Oldenburg am „schwarzen Wochenende“ im September 2001 fest, an dem es eine zweistellige Zahl von Reanimationen gab, und in Delmenhorst am Fund von leeren Gilurytmal-Ampullen durch einen Pfleger im Mai 2005.

Bührmann wies darauf hin, dass unabhängig davon andere Mordmerkmale wie „niedrige Beweggründe“ durchgehend gelten würden.

Karsten Krogmann Redakteur / Reportage-Redaktion
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