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NWZonline.de Region

Polizei gibt neue Details bekannt

21.11.2017

Oldenburg /Rastede Es war ein tragischer Unfall mit tödlichem Ausgang, und noch bevor Beteiligte das Geschehen am Sonntagmorgen verarbeiten konnten, wurde über die Schuldfrage diskutiert. Im Fokus: die Polizei.

Das Unglück

Ein 23-jähriger Iraner, der in der Nadorster Straße in Oldenburg wohnte, wurde am Sonntag um 7.20 Uhr auf der Oldenburger Straße zwischen Wahnbek und Rastede vom Fahrzeug einer 29-jährigen Ammerländerin erfasst. Der Mann war zu Fuß auf der Straße unterwegs, wurde von der Fahrerin offenbar übersehen. Er verstarb wenig später im Ev. Krankenhaus Oldenburg.

Was zuvor geschah

In der Oldenburger Innenstadt sei dem Mann am frühen Morgen der Zutritt zu einer Gaststätte verwehrt worden. Gegen 5.50 Uhr suchte der 23-Jährige die City-Wache auf – die Polizisten sollten ihm doch den Besuch ermöglichen. Auf die Erläuterungen der Beamten zum Hausrecht „reagierte er uneinsichtig“ und begann herumzuschreien, heißt es. Er wurde „daraufhin aufgefordert, das Gebäude zu verlassen“, so Polizeisprecher Stephan Klatte. Vor der Wache habe der Mann aber weiter geschrien und gegen die Fensterscheiben gehämmert. Ein Platzverweis blieb ohne Erfolg, weshalb sich die Beamten entschlossen, den Mann heimzubringen.

Die Zwischenstation

Weil ein naher Wohnhausbrand für Sperrungen auch an der Nadorster Straße sorgte, fuhren die Beamten zunächst einen weiten Umweg über die Autobahn, um ihn so daheim absetzen zu können. Wegen eines „dringenden Einsatzes“, so heißt es, habe man ihn aber um 6.30 Uhr auf dem Parkplatz eines Verbrauchermarktes am Stubbenweg samt genauer Wegbeschreibung entlassen: „Der Mann war zu diesem Zeitpunkt klar orientiert“, so die Behörde.

Das Warum

Weshalb der Mann Richtung Rastede und nicht nach Hause lief, ist unbekannt. Er habe „nicht gewusst, wo er ist“ – so ein Bekannter des Verunglückten, der mit ihm bis zum Unfall in Kontakt gestanden habe. Unklar bleibt ebenso, weshalb er die Fahrbahn nutzte, obwohl sich ebenda ein Gehweg befand. Zeugen hatten gegen 6.50 Uhr einen Mann mitten auf besagter Straße in Wahnbek gemeldet. Eine Streife sei rausgefahren und hätte diesen auch angetroffen. Bei der Überprüfung sei er aber auf dem Gehweg fortgerannt, „vermutlich um sich einer weiteren Kontrolle durch die Polizeibeamten zu entziehen“, so Stephan Klatte. Weil keine Verkehrsgefährdung mehr erkennbar gewesen sei, der Mann „augenscheinlich nicht alkoholisiert war“, ließ man ihn offenbar ziehen. Das verwundert bei einer so offensichtlichen wie unerklärlichen Flucht.

Die Ermittlungen

Der Unfallhergang sei aufgearbeitet worden, so Klatte – und: „Die Kollegen haben richtig gehandelt.“ Die Staatsanwaltschaft wird jedoch darüber zu entscheiden haben, ob der Leichnam des 23-Jährigen noch obduziert werden muss – um so Verhalten und Folgen erklärbar zu machen. Die „Fahrlässige Tötung“ kann bei einem Verkehrsunfall mit Todesfolge durchaus thematisiert werden.

Marc Geschonke Redakteur / Redaktion Oldenburg
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