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NWZonline.de Region

Topartikel Im Februar 2019: Hakenkreuze in der Disco und ein Pferd auf der Autobahn

05.03.2019

Oldenburg In unserem monatlichen Rückblick über die meist beachteten Artikel auf NWZonline stellen wir Ihnen die Themen vor, die am meisten für Aufsehen gesorgt haben. Das war im Februar 2019 los:

Rassismus beim Blumenkauf

Dieser Vorfall ließ auf Facebook aufhorchen. Der Oldenburger Bundesliga-Basketball Rickey Paulding und seine Frau Kara hatten auf ihrer persönlichen Seite über das Erlebnis eines gemeinsamen Freundes in einem Oldenburger Blumengeschäft berichtet. Dort wollte ihn eine Mitarbeiterin nicht bedienen – weil er dunkelhäutig ist, und das sagte sie auch, wohl deutlich hörbar. Auf das Geschehen angesprochen, entschuldigte sich die Verkäuferin bei dem Freund der Pauldings. Auch die Ladenbetreiberin, die während des Vorfalls nicht im Laden war, meldete sich persönlich bei ihm.

Kara und Rickey Paulding erwähnten diese Entschuldigung auch bei Facebook und betonten, sie wollten dem Geschäft nicht schaden. Allerdings wollten sie sich immer gegen Ungerechtigkeit engagieren und solche Vorfälle öffentlich machen. Und so bleibt von der Geschichte: Wenn der beleidigte Mann nicht mit einem der bekanntesten Gesichter Oldenburgs befreundet gewesen wäre, wäre es nur ein weiterer nicht beachteter Fall von Rassismus im Alltag geblieben.

Hakenkreuze in Friesoyther Disco

Auch diese Nachricht entstand in den sozialen Medien – und auch hier geht es im weitesten Sinne um Rassismus, allerdings auf einer völlig anderen Ebene: Während einer nächtlichen Lichtshow in einer Friesoyther Disco sollen für etwas 30 Sekunden Hakenkreuze an die Wand projiziert worden sein. Ein Video des Vorfalls kursierte am nächsten Tag im Netz.

Daraufhin nahm die Polizei Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen. Der Betreiber der Disco, Thorsten Bruns, distanzierte sich von den Hakenkreuzen und gab an, es habe sich um einen „unglücklichen technischen Fehler gehandelt“. Es hätten Rechtecke bzw. Würfel an die Wand geworfen werden sollen. Einige Striche seien jedoch ausgefallen. Das Bedienpult sei inzwischen neu installiert worden, so Bruns.

Todesangst im Jaderpark

Ein winterlicher Ausflug mit den Nichten in den Tier- und Freizeitpark Jaderpark in Jaderberg endete Anfang Februar für eine 54-Jährige mit einem Sturz in einen zugefrorenen Teich. „Ich dachte, ich muss sterben“, erzählte Kerstin Pranga-Ullrich von ihrem Horror-Ausflug. Sie sei zuvor weggerutscht und so in dem Teich bei den Graskarpfen und Wasserschildkröten gelandet. Dort sei sie immer wieder komplett untergegangen und konnte sich von selbst nicht befreien.

Barbara Minnemann, Pressesprecherin des Jaderpark, schildert die Situation anders: „Man kann nur in den Teich fallen, wenn man sich nicht an die Parkordnung hält. Also wenn man den gekennzeichneten Weg verlässt“, sagt sie. Und auch bei der Hilfe durch Parkmitarbeiterinnen und -mitarbeiter gehen die Darstellungen der Beteiligten auseinander.

Pferd springt bei voller Fahrt aus Anhänger

Was für ein Schock für alle Beteiligten: Auf der Autobahn A 1 im Bereich der Gemeinde Harpstedt sprang ein Pferd aus einem Pferdeanhänger – bei voller Fahrt. Das Tier kam auf der Fahrbahn zu Fall. Die folgenden Autofahrer konnten noch rechtzeitig bremsen, so dass nichts Schlimmeres passierte. Auch dem Pferd ging es den Umständen entsprechend gut: Nur ein paar Schürfwunden trug es davon.

„Rumgeeiere“ im Högel-Prozess

Auch im Februar stieß der Prozess gegen den Mörder und ehemaligen Krankenpfleger Niels Högel auf großes Interesse. Besonders die Reportage des NWZ-Chefreporters Karsten Krogmann, in der er die Zeit schilderte, als das Oldenburger Klinikum versucht hatte, Högel loszuwerden. Denn die Klinikchefs hatten 2002 schon längst eine Ahnung, dass mit dem Pfleger etwas nicht stimmen könne. Der von Högel eingeschaltete Betriebsrat hatte den damaligen Geschäftsführer Rudolf Mintrop noch gefragt, ob die Häufung von Notfällen in Högels Dienstzeit nicht auch zufällig zustande gekommen sein könnte. Doch der halte dies für „nahezu ausgeschlossen“, sagte Mintrop laut Protokoll.

Die damalige Betriebsrätin erzählte vor Gericht von ihren Erinnerungen. Was sie 2002 vom Geschäftsführer, dem Personalchef, dem Chefarzt und der Pflegedirektorin zu Högel hörte, veranlasste Richter Sebastian Bührmann zu einem besonderen Vergleich: „An der Theke würde ich jetzt sagen, es wird rumgeeiert“, und die Betriebsrätin bestätigte seine Vermutung: „Ich hatte schon den Eindruck, dass gemauert wird.“

Christian Schwarz Redakteur / Online-Redaktion
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