OLDENBURG/WEHNEN - OLDENBURG/WEHNEN - Das Klinikum Oldenburg hat Interesse an einem Engagement beim Landeskrankenhaus Wehnen. Klinikum-Geschäftsführer Rolf Mintrop sagte auf der Mitgliederversammlung der Gesellschaft Union, Psychiatrie eigne sich nicht für eine Privatisierung.
Vor diesem Hintergrund habe er nach Bekanntwerden der Verkaufsabsicht der Landesregierung in einem Brief an die Sozialministerin einen anderen Weg vorgeschlagen: „Wir möchtem das Landeskrankenhaus Wehnen in die gut funktionierende Krankenhauslandschaft von Oldenburg und Weser-Ems einbetten.“ Auf Fragen der NWZ sagte Mintrop, eine Übernahme von Wehnen durch Oldenburg komme aus finanziellen Gründen nicht in Betracht. Er denke an einen Zweckverband oder eine GmbH auf regionaler Ebene mit den Kommunen. Das Klinikum könne diesen Verbund betreiben.
Derweil schmiedet der Klinikum-Chef an einer regionalen Allianz gegen Bremen als Mitbewerber in der Wachstumsbranche Gesundheit: dem Weser-Hunte-Klinikverbund. Für die Wesermarsch-klinik Nordenham (seit Mai) und das Klinikum Delmenhorst hat er per Managementvertrag die Geschäftsführung übernommen. Mintrop: „Wir möchten, dass die Krankenversicherungsbeiträge aus der Region auch zu Arbeitsplätzen und Nachfrage in der Region genutzt werden.“
