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NWZonline.de Region

Wenn plötzlich die Kraft fehlt

04.11.2017

Oldenburg /Westerstede Mia ist sieben Jahre alt, wird von ihrer Familie geliebt und liebt ihre Familie. Sie kann das aber nicht so ausdrücken wie andere Kinder. Mia kann nicht sprechen, sie kann sich auch nicht ohne Hilfe anziehen, sitzt im Rollstuhl und das Essen bekommt sie durch eine Magensonde.

Mia kann aber Lachen und sich gegenüber ihrer Familie verständlich machen, mitteilen, ob es ihr gerade gut oder schlecht geht, kann die Gesellschaft mit ihren Eltern und Geschwistern genießen - und sie ist gerne in ihrer Förderschule, wo sie Musik- und Sportunterricht bekommt, Logopädie und Physiotherapie absolviert, ihre Mitschüler begleitet, wenn beispielsweise Einkaufen geübt wird.

Alle Berichte zur Weihnachtsaktion im NWZ-Spezial

Sabrina und Hendrik Hobbie aus Westerstede haben sich vor Jahren dafür entschieden, ihre Tochter, die bei der Geburt durch Sauerstoffmangel einen Hirnschaden erlitt, nicht in ein Pflegeheim zu geben, sondern in der Familie zu behalten. Eine Entscheidung, die sie nicht bereuen, die aber das eigene Leben gewaltig verändert hat – und manchmal auch eine große Belastung darstellt.

Gern erklären Ihnen die Organisatoren hinter Kiola und der Weihnachtsaktion auch im Video, was das Projekt für Familien im Nordwesten bewirken kann. Zudem finden Sie stets alle Berichte zur Aktion aktuell auf der Seite

   

   www.nwzonline.de/weihnachtsaktion

Irgendwann fehlt plötzlich einfach die Kraft, ist ein Zustand der Erschöpfung da, mangelt es an Unterstützung. Um in solchen Situationen künftig die Möglichkeit zu bekommen, Innezuhalten und Kraft zu schöpfen, soll jetzt in Oldenburg ein Heim für behinderte Kinder und Jugendliche aus dem Oldenburger Land gebaut werden. Darin können die betroffenen Kinder für einen begrenzten Zeitraum „Urlaub von Zuhause“ machen und Eltern und Geschwister können die Zeit zum Durchschnaufen und zur eigenen Erholung nutzen.

Seit einigen Jahren hat der Förderverein „Kiola“ das Vorhaben vorbereitet. „Kiola“ steht für Kurzzeitwohnen im Oldenburger Land. und soll dazu beitragen, den Verbleib der Kinder und Jugendlichen in den eigenen Familien zu sichern und die Aufnahme in einer Langzeit-Einrichtung zu vermeiden.

In dem neuen Kiola-Haus sollen bis zu 12 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit geistiger oder mehrfacher Behinderung als Gäste aufgenommen werden. Die Ausstattung der Wohngruppe soll es auch ermöglichen, lebhafte Kinder und Jugendliche, zum Beispiel mit autistischen Störungen, ebenso zu betreuen, wie Kinder und Jugendliche mit schweren Beeinträchtigungen.

Initiator des Projekts ist Prof. Dr. Michael Albani aus Bad Zwischenahn, der als Chefarzt eines Kinderkrankenhauses in Wiesbaden dort ein ähnliches Projekt, das Haus Zwerg Nase, realisiert hat. Vorsitzende des Fördervereins Kiola ist Ute Dorczok, Leiterin des Oldenburger Haus Regenbogen.

In den vergangenen Jahren hat der Förderverein bereits einen finanziellen Grundstock von 300 000 Euro für das Haus gesammelt. Das reicht natürlich noch nicht. Deshalb bittet die NWZ ihre Leser, sich im Rahmen der Weihnachtsaktion an der Finanzierung des Vorhabens zu beteiligen und das Eigenkapital des Vereins zu vergrößern. Betreiber des Hauses wird übrigens das Diakonische Werk des Oldenburger Landes sein.

Jürgen Westerhoff
Redakteur
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2055

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