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NWZonline.de Region

Polizei und Feuerwehr an Silvester im Dauereinsatz

02.01.2020

Oldenburger Land Zahlreiche, zumeist kleinere Brände hielten die Einsatzkräfte der Feuerwehr in der Silvesternacht auf Trab. Rettungskräfte und Polizistinnen wurden zudem infolge körperlicher Auseinandersetzungen und Unfälle an die Einsatzorte gerufen. Aber auch Einsätze aus erfreulicherem Grund gab es: In Bremerhaven rückte gegen 1 Uhr morgens der Rettungsdienst aus, um einer hochschwangeren Frau zu helfen. Das Ergebnis war das erste Bremerhavener Kind des Jahres 2020, das in der Wohnung der Eltern zur Welt kam.

Die Polizei spricht vielerorts von einer relativ ruhigen Silvesternacht. Einsätze gab es dennoch genug: NWZonline gibt einen Überblick über einige Geschehnisse der vergangenen Nacht:

Brände in der Silvesternacht

In der Langen Straße in Bockhorn brannte ein Müllbehälter eines Supermarkts.

Auf circa fünf Metern Länge musste eine Hecke in der Bockhorner Lindenstraße gelöscht werden, die vermutlich durch Silvesterfeuerwerk in Brand geraten war.

Hecken und Gebüsche brannten am Abend und in der Nacht auch in Friedrichsfehn, in Rostrup, in Edewecht und in Bad Zwischenahn. Als Ursache geht die Polizei von unsachgemäß verwendeten Feuerwerkskörpern aus, ebenso wie beim Heckenbrand in der Steinseifersdorfer Straße in Schortens. Im Salvienweg in Damme löschte die Feuerwehr einen Heckenbrand, der durch eine Feuerwerksbatterie ausgelöst worden war.

In der Barßeler Straße in Friesoythe geriet, vermutlich durch einen Feuerwerkskörper, ein Altkleidercontainer in Brand.

In Ofen verhinderte die Freiwillige Feuerwehr durch ihren Einsatz ein Übergreifen der Flammen von einem Carport auf das darin abgestellte Auto und das angrenzende Wohnhaus.

Beim Tennisverein TC Edewecht wurden am Neujahrsmorgen drei abgebrannte Mülltonnen entdeckt. In Jeddeloh I brannte in der Nacht ein Müllcontainer. Auch Am Mühlenbach in Steinfeld geriet ein Mülleimer vor der dortigen Schwimmhalle in Brand.

In Holdorf griff ein Feuer von einem brennenden Auto auf ein Carport und den Dachstuhl einer benachbarten Doppelhaushälfte über. Das Wohnhaus ist vorerst nicht mehr bewohnbar. Zum Zeitpunkt des Brandes fand dort eine Silvesterparty statt. Eine 24-jährige Besucherin klagte über Atembeschwerden und wurde vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Brandschaden wird auf 100.000 Euro geschätzt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

In Sandkrug löste eine Silvesterrakete einen Brand in einem Wohnhaus in der Eichenstraße aus. Die Feuerwehr konnte das Feuer am Dachüberstand löschen, bevor es sich gefährlich ausbreiten konnte.

Eine Garage geriet am Neujahrsmorgen im Huder Ortsteil Tweelbäke in Brand, die zuvor für eine Neujahrsparty genutzt worden war. Aus bislang unbekannter Ursache war ein Gasofen in Brand geraten.Die Feuerwehr konnte das Feuer löschen, der Schaden wird auf einen mittleren fünfstelligen Betrag geschätzt.

Die Feuerwehr in Bremerhaven musste nach eigenen Angaben zu 24 Brandeinsätzen im Stadtgebiet ausrücken, zumeist ging es um „silvestertypische Kleinbrände“, z.B. von Mülleimern. In der Hafenstraße geriet zudem ein Lebensmittelgeschäft in Brand. In der Nordstraße brannte gegen 3.40 Uhr zudem ein Auto komplett ab.

Sachbeschädigungen in der Silvesternacht

In der Mühlenstraße in Varel haben Unbekannte gegen 5:20 Uhr einen angezündeten Böller durch den Briefschlitz einer Hauseingangstür geworfen. Durch die anschließende Detonation wurde ein Teppich im Haus beschädigt.

In Westerstede hat ein illegaler „Polenböller“ einen Briefkasten in der Azaleenstraße noch am Silvesterabend zerstört. Auch in der Aper Ringstraße wurde ein Briefkasten durch einen Böller beschädigt. In derselben Straße zerstörten Unbekannte die Heckscheibe eines dort abgestellten Mercedes.

Auf einen Kondomautomaten hatten es Unbekannte in Großenkneten abgesehen: Vermutlich mit einem Feuerwerkskörper wurde er zerstört. Auch die Wechselgeldkassette und einige Kondompackungen wurden dabei entwendet.

Einen Zigarettenautomaten traf die Zerstörungssucht Unbekannter in der Heinrich-Plett-Straße in Bremerhaven. Gegen 3:30 Uhr habe eine Anwohnerin einen lauten Knall gehört, teilt die Polizei mit. Drei dunkel gekleidete Personen hätten versucht, den Automaten aufzusprengen – jedoch erfolglos. Jedoch wurde er erheblich beschädigt. Auch ein in der Nähe parkendes Auto wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Gewalt in der Silvesternacht

Die friesländische Polizei wurde gegen vier Uhr zu einer Schlägerei bei einer privaten Silvesterfeier in Obenstrohe gerufen. Ein stark alkoholisierter 30-Jähriger soll zwei Personen durch Faustschläge verletzt und einen Stein durch die Terrassentür des Hauses geworfen haben. Die Polizei brachte den Mann in die Gewahrsamzelle.

Auch an einer Disko in Friesoythe kam es in der nacht zu einer Körperverletzung. Nach ersten Ermittlungen soll ein 20-jähriger Mann aus Oldenburg von einem weiteren 20-jährigen Oldenburger mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden sein.

In einer Gaststätte am Zwischenahner Bahnhof kam es in der Nacht zu einer Auseinandersetzung zweier Männer, von denen einer Verletzungen erlitt und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Ansonsten blieben die privaten und öffentlichen Partys im Ammerland laut Polizei, von einer kleineren Ausnahme bei einer öffentlichen Veranstaltung in Jeddeloh I abgesehen, friedlich. Hier wurden ein Mitarbeiter und ein Gast leicht verletzt.

Gewalt gegen Einsatzkräfte in der Silvesternacht

In drei Fällen ist es in der Silvesternacht zu Übergriffen gegen Polizisten in Wilhelmshaven gekommen. Dabei wurden sechs Beamte verletzt.

Auch in Wolfsburg wurden Polizeibeamte und Feuerwehrkräfte während eines Einsatzes nach eigenen Angaben „massiv mit Feuerwerksraketen und Leuchtmunition“ beschossen. Bei 31 Personen wurde daraufhin die Identität festgestellt, Platzverweise beendeten die Silvesterfeier anschließend.

In Bremen wurden Einsatzkräfte der Polizei an der Sielwallkreuzung mit Feuerwerkskörpern beworfen, eine Polizistin wurde dabei leicht verletzt.

Lesen Sie zu den Angriffen auf Einsatzkräfte auch den Kommentar von NWZ-Politikchef Hans Begerow „Es fehlt an Respekt“.

Unfälle in der Silvesternacht

Bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn A1 bei Wildeshausen kamen in der Nacht zwei Menschen ums Leben, mehrere Personen wurden schwer verletzt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Eine 82-jährige Saterländerin ist mit ihrem Auto in am Kanalweg in Ramsloh von der Fahrbahn abgekommen und in den Kanal abgerutscht. Der Wagen schwamm zunächst noch an der Wasseroberfläche. Eine Gruppe aus fünf Menschen, die den Vorfall beobachtet hatte, retteten die Frau aus dem Seitenfenster des Fahrzeugs, bevor es mit Wasser volllaufen konnte. Die 82-Jährige wurde dabei vermutlich leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Auslöser für den Unfall war wohl der dichte Nebel, der in der Silvesternacht überall im Oldenburger Land herrschte.

Auch in Bad Zwischenahn und Edewecht hatte der starke Nebel Unfälle zur Folge: Dort sind vier Autos von der Fahrbahn abgekommen und im Straßenrand stehengeblieben, wie die Polizei mitteilt. Verletzt wurde niemand.

Auf der Autobahn A27 in Bremerhaven sind zwischen den Anschlussstellen Leherheide und Mitte mehrere Fahrzeuge aufgrund des dichten Nebels kollidiert. Insgesamt mussten zehn Personen vom Rettungsdienst versorgt werden. Ob sie schwer oder leicht verletzt wurden, teilte die Feuerwehr nicht mit.

Am Neujahrsvormittag ist in Bremerhaven ein 45 Jahre alter Mann ins Wasser des Alten Hafens gefallen. Der Mann, der angetrunken gewesen ist, konnte sich selbst retten. Den Polizeibeamten gegenüber teilte er mit, er sei aus Unachtsamkeit auf dem feuchten Untergrund ausgerutscht. Dabei blieb der Mann unverletzt.

Christian Schwarz Redakteur / Online-Redaktion
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