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Von der Werkstatt zurück in die Schule

WZ-Redaktion

Pablo: - Hilfeverbunds?

Bernd Prahm:

Wir wollen Kindern und Jugendlichen helfen, den Weg zurück zur Schule zu finden. Die Teilnehmer haben alle gemeinsam, dass sie, aus ganz unterschiedlichen Gründen, zurzeit nicht regelmäßig zur Schule gehen.

Pablo:

Welche Aufgaben haben Sie als Anleiter?

Prahm:

Die Teilnehmer reparieren unter meiner und unter der Anleitung meines Kollegen Holger Heimbeck die Fahrräder und machen sie wieder fahrtüchtig. Wir vermitteln das notwendige Fachwissen und erklären den sachgemäßen Umgang mit den Werkzeugen. Außerdem stehe ich, wie alle meine Kollegen, den Jugendlichen jederzeit zur Verfügung, wenn sie Sorgen oder Probleme haben, die privater Art sind. Dazu kommen noch Gespräche mit den Eltern und dem Jugendamt.

Pablo:

Wie läuft der Unterricht ab?

Miriam Wageman:

(Sozialpädagogin) Der Unterricht unterscheidet sich schon vom normalen Schulunterricht. Wir haben hier die Möglichkeit, uns ganz nach den individuellen Bedürfnissen der Teilnehmer zu richten. Wir arbeiten an Projekten, zum Beispiel am Projekt Öffentlichkeitsarbeit, aus dem dieses Interview entstanden ist. Zudem gibt es Einzelunterricht und Gruppenunterricht, um die Kenntnisse in Fächern wie Mathematik und Deutsch aufzufrischen und zu festigen. Das Wichtigste ist, dass der Spaß am Lernen wieder entdeckt und der Glauben in die eigenen Fähigkeiten gestärkt wird.

Pablo:

Aus welchen Gründen kommen die Jugendlichen in die Werkstatt?

Prahm:

Das sind ganz unterschiedliche Gründe. Alle Jugendlichen haben jedoch gemeinsam, dass sie zzurzeit nicht zur Schule gehen. Die Ursachen sind vielfältig: Mobbing in der Schule, Probleme mit Lehrern oder Mitschülern, Versagensängste, Probleme im häuslichen und sozialen Umfeld.

Pablo:

Wie kann man in die Fahrradwerkstatt kommen?

Prahm:

Wir haben in der Werkstatt Arbeitsplätze für 12 Teilnehmer. Unser Projekt ist eine Jugendhilfsmaßnahme. Das heißt, dass ein Antrag auf Jugendhilfe beim Jugendamt gestellt werden muss. Dieser muss von den Eltern gestellt werden. Die Jugendlichen können aber natürlich auch selber aktiv werden und sich beim Jugendamt melden. Vielleicht haben die Jugendlichen auch eine Vertrauensperson, die sie beim Hilfegesuch unterstützen kann. Oder aber es gibt in der Schule direkt die Möglichkeit, einen Schulsozialarbeiter anzusprechen. Ansprechpartner sind natürlich auch jederzeit wir hier im Projekt.

Pablo:

Woher kommen die Räder und was geschieht mit ihnen nach der Reparatur?

Prahm:

Die Fahrräder werden uns gespendet. Die Jugendlichen setzen sie mit unserer Hilfe in Stand und dann werden die Räder an hilfebedürftige Menschen für den Preis des Materialaufwandes abgegeben.
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