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NWZonline.de Region

Pferde stärken Wirtschaftskraft im Land

14.12.2010

ANKUM Sie springen durch das rote Landeswappen und sind Teil der Imagekampagne Niedersachsens. Zugleich stärken Pferde aber auch die Wirtschaftskraft des Bundeslandes. Mit Ganzkörper-Fön, Aquatrainer oder Fellpflege wird viel Geld verdient – aber auch mit dem Verkauf der Tiere. So wurden am Sonntag in Ankum (Kreis Osnabrück) 12,6 Millionen Euro umgesetzt – auf der nach Veranstalterangaben weltweit größten Reitpferde-Auktion.

In Niedersachsen leben an die 170 000 Pferde und Ponys. Sie schaffen nach Expertenangaben rund 45 000 Arbeitsplätze im Land. Enno Hempel, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Pferdeland Niedersachsen GmbH, vergleicht die Bedeutung niedersächsischer Pferde in der Welt gern mit Produkten der Automobilindustrie: „Hannoveraner und Oldenburger sind so bekannt wie die Marke Volkswagen.“

Gut 20 Auktionen von Zuchtverbänden und privaten Veranstaltern gibt es pro Jahr, so viele wie in keinem anderen Bundesland.

Unter dem Namen PSI organisiert Pferdehändler Ullrich Kasselmann, Veranstalter der Reitpferde-Auktion, zusammen mit dem ehemaligen Springreiter und Unternehmer Paul Schockemöhle seit 30 Jahren die Verkaufsschau.

Trotz rückläufiger Fohlengeburten und Mitgliederzahlen in Vereinen sehen Experten die Branche im Aufwind. Viel Kapital werde in den Pferdesport eingeführt. „Früher ist man zum Beispiel einfach auf Sand oder Gras geritten“, sagt Hempel. „Heute ist der systematische Reitboden-Aufbau eine Wissenschaft für sich. Wer es sich leisten kann, hat eine Beregnungsanlage, die die Feuchtigkeit des Belags reguliert.“

Der Pferdesport ist zum Wirtschaftszweig geworden. „Das fängt beim Züchten mit der künstlichen Besamung an, geht über den Bau von Reithallen bis hin zu Pferdeboxen und Führmaschinen“, erläutert Hempel.

Dazu komme die Herstellung von Futter und Zubehör: Sättel, Trensen, Decken oder Reitbekleidung. Für das Pferd gibt es außerdem Solarien, Schwimmbäder, Magnetfeldtherapien oder ein Laufband unter Wasser für gelenkschonendes Training.

Viele Herstellerfirmen sind in Niedersachsen ansässig. Vor drei Jahren haben sich einige in der Vereinigung German Horse Industry mit Sitz in Thedinghausen zusammengeschlossen, um Kompetenzen zu bündeln und verstärkt ins Ausland zu exportieren.

„An den Umsätzen auf der Ankumer Reitpferde-Auktion lässt sich gut ablesen, wie die Branche gerade tickt“, sagt Johannes Wilking von der Universität Vechta. Der Kauf des Wunderhengstes Totilas, für den Schockemöhle im Oktober geschätzte zehn Millionen Euro ausgab, sei ganz sicher ein zusätzlicher Imagegewinn – und darüber laufe in der Branche schließlich alles.

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