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NWZonline.de Region

Präsidentin Simon verlässt die Universität Oldenburg

11.01.2014

Oldenburg Und ewig dreht sich das Personalkarussell: Prof. Dr. Babette Simon kehrt Oldenburg den Rücken zu. Die Uni-Präsidentin wechselt auf den Posten der Vorstandsvorsitzenden der Mainzer Universitätsmedizin. Die 53-Jährige soll dort bereits am 1. April ihren Dienst antreten. Die Professorin war erst im Februar 2010 als neue Präsidentin nach Oldenburg gekommen.

Simon wird die erste Frau an der Spitze einer deutschen Universitätsklinik sein. In Mainz unterstehen ihr in Zukunft knapp 7000 Mitarbeiter. Eine ihrer Hauptaufgaben wird es sein, die finanzielle Schieflage der Uni-Klinik zu bewältigen. Simon wurde am Freitagvormittag in einer Pressekonferenz in Mainz als neue Vorstandsvorsitzende vorgestellt.

Die scheidende Uni-Präsidentin betonte, dass es „keine Entscheidung gegen Oldenburg, sondern eine Entscheidung für Mainz“ gewesen sei. Sie habe aus Mainz „ein attraktives Angebot bekommen, das ich nicht ablehnen konnte“. Babette Simon zog eine positive Bilanz ihrer Zeit in Oldenburg. Die Universität habe sich gut entwickelt, sei zukunftsfähig und stehe gut im Wettbewerb da.

Michael Wefers, Vorsitzender der Universitätsgesellschaft Oldenburg, bedauerte den Weggang der Professorin: ,„Sie hat in Ihrer Zeit als Präsidenten viel an der Universität bewegt und Akzente gesetzt. Ihr Rücktritt kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt, gerade weil die European Medical School sich in der Startphase befindet und zum Erfolg geführt werden muss.“ Wefers wünschte Frau Simon für ihren weiteren beruflichen Weg alles Gute.

Auch Gert Stuke, Präsident der IHK Oldenburg, war voll des Lobes. „Frau Prof. Dr. Simon hat in der kurzen Zeit ihrer Präsidentschaft wertvolle Impulse für unsere Universität gesetzt. Zu allererst ist der Aufbau der European Medical School (EMS) als das zentrale Projekt ihrer Amtszeit zu nennen. Auch um die weitere Internationalisierung der Hochschule hat sich Frau Prof. Simon sehr verdient gemacht.“

Eine Findungskommission der Universität Oldenburg muss sich nun auf die Suche nach einem geeigneten Nachfolger machen. Die endgültige Personalentscheidung trifft allerdings die niedersächsische Wissenschaftsministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajić. Keine einfache Aufgabe: Die Suche nach Simon hatte damals 14 Monate gedauert.

Bericht der „Allgemeine Zeitung“ in Mainz zum Wechsel der Uni-Präsidentin

Mehr dazu lesen Sie am Sonnabend in Ihrer NWZ.

Denis Krick
Redaktionsleitung
Online-Redaktion
Tel:
0441 9988 2150

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