RASTEDE - Den Nachwuchs stärker fördern, ohne den Spitzensport aus den Augen zu verlieren – dieses hohe Ziel haben sich die Organisatoren des Oldenburger Landesturniers gesteckt. Vom kommenden Dienstag an bis zum Sonntag werden sie den Rasteder Schlosspark wieder in das Zentrum der Oldenburger Reiterei und Pferdezucht verwandeln.
Bei der 67. Auflage der Veranstaltung wird es einige Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr geben. Das Programm wurde umgestellt und erweitert, erstmals findet auch das Finale des Jugendchampionats in Rastede statt. Insgesamt 115 Prüfungen in Dressur, Springen, Vielseitigkeit und Fahren stehen auf dem Plan. 1000 Reiter haben für 4000 Starts gemeldet. Rund 2500 Pferde werden sie mit nach Rastede bringen. Damit ist die Veranstaltung noch einmal deutlich gewachsen.
Doch nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ hat das Oldenburger Landesturnier wieder viel zu bieten. Neben Olympiasiegerin Sandra Auffarth werden unter anderem Springgrößen wie Markus Beerbaum, Katrin Eckermann und Mario Stevens an den Start gehen. Im Dressurviereck zeigen neben vielen anderen Johannes Augustin, Tessa Frank, Kathleen Keller und Simone Kruse ihr Können.
Eine besondere Steigerung gibt es im Bereich Fahrsport. Erstmalig wird es ein Einspänner-Championat der Klasse S geben. Pferde- und Ponyzweispänner werden ebenso am Start sein, wie die Vierspänner, die in der Königsklasse für beeindruckende Bilder sorgen. Insgesamt 73 Kutschen und ihre Besatzung kämpfen in den verschiedenen Disziplinen um Platzierungen und Preisgelder.
Für Freunde des Springreitens halten die Organisatoren einiges parat. So wird es wieder die 'Große Tour' geben. Bereits am Mittwoch findet eine Qualifikationsprüfung der Klasse S* statt, gefolgt vom 'Rasteder Champion' am Donnerstag und dem LzO-Championat am Freitag. Der Höhepunkt, der Große Preis, wird bereits am Sonnabend ausgetragen. Ab 18 Uhr misst sich die Elite der Springreiter in der mit 20 000 Euro dotierten Prüfung.
Viel getan hat sich auch bei den Vielseitigkeitsreitern. Gerade das Thema Sicherheit ist den Verantwortlichen sehr wichtig. So werden erstmals 'deformierbare Hindernisse' zum Einsatz kommen. Diese wurden von einer schwedischen Firma entwickelt und befinden sich zur Zeit in der Testphase. Sollte ein Pferd an einem dieser Hindernisse hängen bleiben, klappt das Hindernis um. So sollen Überschläge der Pferde und damit schwere Unfälle vermieden werden.
Am Donnerstag kommen Züchter und Zuchtinteressierte voll auf ihre Kosten. Gerade die Stutenschau mit der Vergabe des Brillant-Rings am Abend erfreut sich großer Beliebtheit.
Eine Vorreiterrolle hat das Oldenburger Landesturnier in Sachen fairer Umgang mit Pferden. Auf allen Abreiteplätzen sind Richter und Stewards anwesend, die genau beobachten, wie die Reiter mit ihren Tieren umgehen. Richtiges Verhalten zahlt sich in Rastede besonders aus. Denn täglich wird der 'Warm-Up-Fairnesspreis' für Nachwuchsreiter ausgelobt, die ihre Prüfungsvorbereitung besonders korrekt und pferdefreundlich abwickeln.
Einen besonderen Stellenwert hat der Reiter-Nachwuchs in Rastede. Neben dem Talentförderpreis findet erstmals auch das Finale des Jugendchampionats im Rahmen des Oldenburger Landesturniers statt. Für diesen Wettbewerb haben sich 30 Paare bei verschiedenen Turnieren in der Region qualifiziert. Hier wurden kombinierte Wettbewerbe der Klasse E sowie Spring- und Dressurprüfungen der Klasse A geritten.
Beim Talentförderpreis gehen 25 Paare an den Start, die sich in der Klasse L in Springen und Dressur qualifiziert haben. Für die Besten von ihnen ist nach dem Landesturnier aber noch lange nicht Schluss. Sechs Paare beider Disziplinen werden nach Leistung, vier weitere nach Talent in den Oldenburger Perspektivkader berufen und sollen dort auf die nächsthöhere Leistungsklasse vorbereitet werden.
Neben den rein sportlichen Veranstaltungen haben die Organisatoren wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Um auch den jüngeren Pferdefreunden die Veranstaltung zugänglich zu machen, erhalten Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre an allen Tagen freien Eintritt.
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