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Profifußball in Oldenburg Rat macht Weg für Fußballstadion frei

In einem Fußballstadion an der Maastrichter Straße unweit der  Weser-Ems-Hallen soll der Oldenburger Profifußball eine Heimat finden.

In einem Fußballstadion an der Maastrichter Straße unweit der Weser-Ems-Hallen soll der Oldenburger Profifußball eine Heimat finden.

Torsten von Reeken

Oldenburg - Oldenburg dürfte in ein paar Jahren ein drittligataugliches Fußballstadion an der Maastrichter Straße haben. Der Stadtrat hat am Montagabend mit klarer Mehrheit den Grundsatzbeschluss verabschiedet, auf dessen Grundlage nun in die detaillierte Planung eingestiegen werden soll.

Gegen den Beschlussvorschlag der Verwaltung stimmten erwartungsgemäß lediglich die Grünen sowie Andreas Sander (Piratenpartei). Auch Vally Finke (SPD) sagte nein. Andreas Paul stimmte dagegen – meinte es aber nicht so. Er lehnte eigentlich nur die Aufstockung der Gesellschafterversammlung auf elf Personen ab, nicht den Start des Vorhabens. Somit blieb eine klare Mehrheit aus SPD (ohne Finke), CDU, FDP/Volt und Linken für die Aufnahme der Planung (Varianten 7500 und 10. 000 Besucherplätze sowie Ausbaureserve bis zu 15. 000 Zuschauer), die Vorbereitung zur Gründung einer Stadion-Realisierungsgesellschaft und die Aufnahme des Bauleitplanverfahrens.

Hier –  in Nachbarschaft zu EWE Arena (links) – wäre Platz für das neue Fußballstadion.

TICKER ZUM NACHLESEN So lief die Debatte im Oldenburger Rat zum neuen Stadion

Markus Minten
Oldenburg

Pro und Contra

In einer ausgiebigen Diskussion hatten beide Seiten noch einmal ihre Sicht deutlich gemacht. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD) warb für die Aufnahme der Planung, auch wenn „viele Fragen noch in der Luft hängen, weil wir sie heute noch nicht beantworten können“. Sportanlagen seien die Grundlage für Spitzenleistungen. Für die größte Fraktion, Bündnis 90/Die Grünen, warb Sebastian Rohe für das Nein: Für drei Änderungsanträge der Fraktion zur Finanzierung, Klimaschutz und Transparenz fanden sich aber keine Mehrheit. Da der Partner der Mehrheitsgruppe, die SPD-Fraktion, sich im Vorfeld allerdings mehrheitlich für den Grundsatzbeschluss ausgesprochen hatte und die Fraktionsdisziplin weitgehend griff, standen die Grünen mit ihrer Ablehnung ziemlich alleine da.

Kommentar
Mit dem Votum des Rates sind die Fans des VfB Oldenburg ihrem Wunsch nach einem neuen Stadion ein ganzes Stück näher gekommen.

OLDENBURGER RAT SCHIEBT STADION-PLANUNG AN Die Bürger müssen besser beteiligt werden

Zuvor hatten auch drei Bürger die Einwohnerfragestunde genutzt, um ihrer Kritikpunkte anzubringen.

Ein endgültiger Beschluss zum Bau eines Fußballstadions ist dies noch nicht. Ein solcher soll im Oktober dieses Jahres getroffen werden. Die Gründung der Gesellschaft steht bereits an diesem Mittwoch im Finanzausschuss auf der Tagesordnung, beschlossen werden soll die Gründung dann vom Rat am 20. März.

Signal an DFB

Das Votum der Politik gilt aber als wichtiges Signal an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) im anstehenden Lizenzierungsverfahren des VfB Oldenburg für die kommende Drittligasaison. Die 1. Herrenmannschaft dürfte Hauptnutzer des Stadions sein, die Profi-GmbH der Ankermieter.

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Markus Minten
Markus Minten Stadt Oldenburg und Ammerland (Leitung)
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