RIESTE - Eh­renamtliche Paten sollen sich künftig entlang des Flüsschens Hase für den Erhalt und die Pflege von mehreren tausend Obstbäumen einsetzen. Das Pilotprojekt ziele darauf, den Bestand an Streuobstwiesen in der Region zu sichern, indem ein Bewusstsein für die Bedeutung der Obstbaumbestände geschaffen werde, sagte am Dienstag der Geschäftsführer der Berliner Organisation Terra Condordia, Kai Gildhorn. Beteiligt an dem Projekt ist auch der Zweckverband Erholungsgebiet Hasetal.

Mit dem Vorhaben sollen nicht nur die Wiesen geschützt, sondern auch der Tourismus gefördert werden. Streuobstwiesen sind wichtig für die Artenvielfalt, ihr Bestand gilt aber als gefährdet. Der Streuobstwiesenbestand entlang öffentlicher Wege sei gefährdet, weil Pflege und Unterhalt Gemeinden und Straßenmeistereien enorm viel Geld kosteten, sagte Gildhorn. „Die meisten Verwaltungen wollen sie loswerden.“

Bei dem Projekt im Hasetal seien alle Bäume kartografiert worden. An ihnen sollen Plaketten hängen mit der Aufschrift „Baumpate gesucht“. Mit einem Smartphone können noch an Ort und Stelle Informationen über den Baum eingeholt werden. Die freiwilligen Paten können bei der Pflege der Bäume mithelfen, oder als Sponsor aktiv sein.

Angesprochen fühlen sollen sich Anwohner, Vereine, Umweltverbände, Schulen und auch Tourismusbetriebe, sagte der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Fritz Brickwedde. Die Stiftung fördert das Vorhaben mit 125 000 Euro.