Rodenkirchen - Nostalgie ist Trumpf beim 888. Rodenkircher Markt, der an diesem Sonnabend, 23. September, eröffnet wird. Dafür sorgt nicht nur der nostalgische Markt am südlichen Eingang zum Festgelände, sondern dazu tragen auch viele Fahrgeschäfte auf dem übrigen Marktplatz bei – etwa der Mini-Autoscooter, den Bürgermeister Harald Stindt, Marktmeisterin Christiane Hagen und Schausteller-Sprecher Didi Meier beim Marktrundgang am Freitagvormittag spontan ausprobierten.
Fast 50 Jahre alt
Die Anlage ist fast 50 Jahre alt, der Schausteller Roger Degener aus Sulingen hatte sie während der Corona-Zeit restauriert. Für Grundschulkinder haben die Wagen genau die richtige Größe. Doch auch Jugendliche und Erwachsene, denen dieses Fahrgeschäft zwei Nummern zu klein ist, kommen auf ihre Kosten. Eine Neuheit ist das Großfahrgeschäft Air-Power, das erst seit dem Hochsommer auf Märkten unterwegs ist. Es schaukelt seine Gäste in bis zu 21 Metern Höhe.
Nichts für schwache Mägen ist die Soundmachine, das zweite Großfahrgeschäft, das beim Rodenkircher Markt Premiere feiert. Es ist nicht neu, aber gründlich überarbeitet. Wer sich in eine der Gondeln setzt, darf sich auf einen Überschlag freuen.
Eine weitere Premiere sollte das weiße Riesenrad „White Wheel“ sein, das aber abgesagt hat – angeblich aus Personalnot. Jetzt erstreckt sich an der vorgesehenen Stelle der nostalgische Markt mit einem Kinderkarussell aus dem Jahr 1932 sowie Salonwagen und Zugmaschinen aus früheren Jahrzehnten, die der Oldenburger Dietbert Strahlmann ausstellt. Insgesamt gab es aber nur neun Absagen, die – abgesehen vom Riesenrad – alle gleichwertig ersetzt werden konnten, sagt Marktmeisterin Christiane Hagen.
150 Geschäfte
Die Besucher dürfen sich also auf rund 150 Geschäfte freuen, darunter 13 Großfahrgeschäfte. Sie öffnen von diesem Sonnabend bis zum Dienstag, 26. September, jeweils ab 14 Uhr, am Sonntag öffnen einige Imbiss- und Getränkestände schon gleich nach dem Marktgottesdienst, der um 12 Uhr beginnt.
Ein Höhepunkt gleich zu Beginn des Marktgeschehens ist Umzug mit 50 Motivwagen und 16 Fußgruppen, der um 14.15 Uhr am Berliner Platz startet und gegen 15.30 Uhr den Marktplatz erreicht, wo Bürgermeister Harald Stindt (parteilos) das Volksfest eröffnet.
Der Vorsitzende des Marktausschusses des Stadlander Rates, Günter Busch (CDU), dankte Bürgermeister und Marktmeisterin, „dass sie trotz erschwerter Bedingungen einen attraktiven Markt zusammengestellt haben.“
Die Schausteller hätten mit stark steigenden Kosten zu kämpfen. Dennoch müssten sie alles daransetzen, den Markt attraktiv zu halten. Letztlich hätten es aber die Besucher in der Hand, ob der Markt in seiner jetzigen Form erhalten bleibe.
