Helgoland - Bei der Frachter-Kollision auf der Nordsee vor Helgoland ist der Kapitän des am Unglück beteiligten Schiffes „Verity“ gestorben. Der Tote sei inzwischen identifiziert, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hamburg am Donnerstag mit. Es handelt sich demnach um einen 48-Jährigen aus den Philippinen. Das Obduktionsergebnis habe bislang keine Hinweise auf Fremdverschulden ergeben. Die Ursache des Unglücks ist demnach weiterhin nicht bekannt. Die beiden geretteten Seeleute halten sich laut Staatsanwaltschaft in Bremen auf. In der vergangenen Woche waren das mit Stahlblechen beladene Küstenmotorschiff „Verity“ und der mit 190 Metern Länge größere Frachter „Polesie“ in der Deutschen Bucht rund 22 Kilometer südwestlich von Helgoland zusammengestoßen. Die „Verity“ sank daraufhin schnell. Zwei Seeleute konnten gerettet werden, ein Toter – der Kapitän – wurde geborgen. Behörden rechnen damit, dass die vier vermissten Seeleute im Alter von 43 bis 47 Jahren tot sind.

Die Bergung der gesunkenen „Verity“ ist bis Ende des Jahres geplant. Zunächst soll die Ladung des Schiffs in Sicherheit gebracht werden und im Anschluss das gesamte Wrack, wie die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt mitteilte.

Die Schäden am Frachtschiff „Polesie“. Infolge des Zusammenstoßes mit der „Polesie“ ist der Frachter „Verity“ in der in der Nordsee gesunken.

KOLLISION AUF NORDSEE Nach Schiffsunglück laufen Vorbereitungen zum Tauchereinsatz

Elmar Stephan
Helgoland