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Schwimmen lernen Wann ist das Kind reif für den Schwimmkurs?

Das Kind früh anmelden und das Lehren den Profis überlassen: Die DLRG empfiehlt Schwimmkurse bereits im Vorschulalter.

Das Kind früh anmelden und das Lehren den Profis überlassen: Die DLRG empfiehlt Schwimmkurse bereits im Vorschulalter.

Jens Kalaene/dpa

Bad Nenndorf (dpa/tmn) - Dass das Kind ein sicherer Schwimmer wird, das wünschen sich wohl alle Eltern. Aber wann ist es sinnvoll den Nachwuchs für einen Schwimmkurs anzumelden? 

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) empfiehlt den Beginn der Schwimmausbildung im Alter von fünf Jahren, also im Vorschulalter. Es kann jedoch zu längeren Wartezeiten kommen, bis ein Platz verfügbar ist, daher ist es ratsam, das Kind frühzeitig anzumelden.

Können Eltern ihren Kindern auch selbst Schwimmen beibringen? «Eltern sind zwar Experten für ihre Kinder, aber nicht unbedingt Experten für das Schwimmen lehren», sagt Harald Rehn von der DLRG. Selbst wenn Eltern ihre eigenen Schwimmfähigkeiten als gut einschätzen, sollten sie das Lehren den geschulten Schwimmlehrkräften überlassen. Denn: «Im Wasser müssen wir völlig neue Bewegungsmuster in horizontaler Körperlage entwickeln, und das erfordert ein spezielles Fachwissen und methodisches Vorgehen.»

Geduld ist ein Muss

Was der Experte beobachtet: Mit Blick auf die anstehenden Sommerferien melden Eltern ihre Kinder immer wieder kurzfristig zu Schwimmkursen an. Das baut jedoch Druck auf das Kind auf, weshalb Rehn dazu nicht rät: «Schwimmen und Baden sollen Spaß und Freude an der Bewegung mit sich bringen. Oftmals ist das für Kinder in ein, zwei Monaten nicht so möglich, dass sie ein ganzes Leben davon zehren können.»

Er empfiehlt, mit dem eigenen Kind geduldig zu sein – und ihm vor allem genug Zeit zu geben. «Bei einem Schwimmkurs mit einmal die Woche üben kann es schon durchaus bis zu einem Jahr dauern, bis ein Kind diesen Spaß und diese Freude ohne Druck entwickelt hat.» Dazu kommt noch das Erlernen völlig neuer Bewegungen - auch das braucht seine Zeit. 


Generell gilt: Jedes Kind ist individuell. Manche lernen das Schwimmen schneller, manche - vielleicht weil sie ängstlicher sind - etwas langsamer. Wie lange es auch dauert: Was zählt, ist das Ergebnis, das sichere Bewegen im Wasser. 

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