Norderney - Gruseliger Fund auf Norderney: Mitarbeiter des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) haben am gestrigen Dienstagnachmittag im Bereich der Salzwiesen des Nationalparks im Südosten der Insel einen Leichnam entdeckt.
Die alarmierte Polizei suchte das Gebiet ab, konnte aber zunächst nichts finden, wie Polizei-Pressesprecherin Sabine Kahmann auf Nachfrage der NWZ mitteilte. Auch die einstündige Suche mit dem Hubschrauber brachte keinen Erfolg. Aufgrund der mittlerweile einsetzenden Dunkelheit brachen die Beamten die Suche ab.
An diesem Mittwochmorgen wurde die Suche dann mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr Norderney fortgesetzt. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr fuhren mit ihrem Geländefahrzeug das Gebiet ab. Zusammen mit der Polizei sicherten sie nach längerer Suche als sogenannte „Personenkette“ den Fundort der Leiche und steckten ihn ab. Die skelettierten Überreste wurden in einen Leichensack verpackt und mit dem Fahrzeug abtransportiert.
Über die Identität des Toten gibt es noch keine Informationen. „Wir müssen erstmal abwarten“, sagte Sabine Kahmann, „die Leiche kann auch von irgendwo angeschwemmt worden sein.“ Die Skelettteile werden jetzt in der Rechtsmedizin Oldenburg untersucht. Bei der Fundstelle handelt es sich um den sogenannten Sturmflutsaum: ein Teil des Nationalparks, der gelegentlich überflutet wird.
