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NWZonline.de Region

Ärger In Sögel: ...und plötzlich waren die Bäume einfach halbiert

11.05.2019

Sögel Mit Unterstützung der Polizei hat die Gemeinde Sögel mutmaßlich illegale Baumschnittarbeiten an der Landesstraße 53 unterbunden. Hintergrund der Forstarbeiten ist offenbar ein Schwertransport, der in 14 Tagen über die südliche Umgehungsstraße der Gemeinde Sögel rollen soll.

„Die mit dem Baumschnitt von einem Schwertransportunternehmen beauftragte Firma hatte der Gemeinde keine gültige Genehmigung für die Forstarbeiten vorlegen können“, teilte die Kommune mit. Gemeindedirektor Günter Wigbers zeigte sich in einer Mitteilung höchst verärgert über die bereits eingetretenen und die bei Fortsetzung der Arbeiten noch drohenden Schäden.

Wigbers schaltete die Polizei ein, mit deren Unterstützung es ihm nach Angaben der Gemeinde gelang, die Arbeiten einstellen zu lassen. „Das alles hat mit fachgerechter Arbeit nichts zu tun und wird unsere Bürger völlig zu Recht auf die Palme bringen“, sagte der Verwaltungschef.

Seit dem 1. März dürften Bäume grundsätzlich gar nicht mehr beschnitten werden, betont die Gemeinde. „Hier aber werden in der Hauptwachstumsphase unzählige hochstämmige Bäume für einen einzigen Schwertransport so erheblich beschädigt, dass sie kaum zu retten sind“, stellt Wigbers fest. Durch das halbseitige Beschneiden sei die Statik der Bäume „bereits jetzt zerstört, ganz abgesehen von den klassischen Verstößen gegen artenschutzrechtliche Regelungen“.

Nach seinen Worten ist die Gemeinde Sögel an dem Genehmigungsverfahren nicht beteiligt worden. Doch nicht einmal die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Emsland und das Landesamt für Straßenbau in Lingen als Eigentümer der Bäume seien nach seinen Informationen involviert gewesen.

„Eine Genehmigung für den Schwertransport soll es vom Landkreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen oder vom Landesamt für Straßenbau in Hannover geben, nichts Genaues aber weiß man bisher“, stellt Wigbers fest. Auch in der Umgebung der Gemeinden Lähden und Hüven sowie dem Dorf Eisten sollen erhebliche Schäden an Straßenbäumen bereits erfolgt oder noch geplant sein.

„Bevor für Schwertransporte in unserer Samtgemeinde Genehmigungen für die faktische Beseitigung von Hunderten vitalen, ortsbildprägenden Bäume erteilt werden, will ich wissen, ob alle Alternativen geprüft wurden und warum so etwas in dieser Jahreszeit geschehen muss“, so Wigbers, der zudem die Frage nach Schadenersatz aufwarf.

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