Im Nordwesten - Wer mit Kindern den Sommerurlaub plant, sollte möglichst früh dran sein. Teilweise werden die Auszeiten zwischen zwei Schuljahren schon mit Ablauf des alten Urlaubs gebucht. Viele Eltern sind aber auch zum Jahresbeginn dran, die Ferienzeit vom 14. Juli bis 24. August zu planen. Wir haben in einem Reisebüro und bei einer Urlaubsberaterin nachgefragt, worauf Familien dabei achten sollten.
„Besonders stark nachgefragt sind Spanien und Griechenland“, sagt Alina Wieting von der Reiselounge in Oldenburg. Pauschalreisen in Familienanlagen lägen traditionell hoch im Kurs. Es lohne sich, nach Vergünstigungen, beispielsweise für Kinder, Ausschau zu halten – obwohl die Sommerferien natürlich nicht der Zeitraum mit den günstigsten Angeboten sind.
Patricia Lawitschka vom Reisebüro Skandinavientrips in Oldenburg stellt fest, dass viele Familien gerade wegen der Corona-Pandemie später buchen als sonst. Die Unwägbarkeiten dieser besonderen Zeit könnten aber auch für Experimente genutzt werden: „Man bleibt an jedem Ort ein paar Tage, geht hier wandern, dort klettern, macht eine Bootstour auf einem Fjord und geht Elche sichten. So etwas wird mehr und mehr nachgefragt von Familien.“
Reisen innerhalb Deutschlands wiederum werden gerade wegen der Pandemie auch 2022 hoch im Kurs stehen – zumindest ist sich Antke Akkermann von Horizont Reisen da sicher. Für Familien mit schmalerem Geldbeutel rät sie, in die zweite Reihe zu schauen: Abseits der Touristen-Hochburgen, mit Abstrichen beim Service oder der Location seien Schnäppchen zu finden.
Wer sich aus finanziellen Gründen Sorgen wegen Corona-Pandemie macht, sollte auf das „Covid-Versprechen“ in den Verträgen der Reiseanbieter achten. Darin seien bis 14 Tage vor Reiseantritt kostenlose Stornierungen festgeschrieben, sagt Jennifer Wedemann, selbstständige Reiseberaterin aus Großenkneten. Corona-konformes Reisen sei am besten in Ferienhäusern möglich – in Deutschland und im Ausland.
Beliebt sei für diesen Sommer auch Urlaub auf dem Hausboot: „Das kann man beispielsweise an der Mecklenburgischen Seenplatte buchen“, so Wedermann. Ein Führerschein sei dafür nicht nötig. „Man bekommt eine Route und eine Karte mit Liegeplätzen mit, hat oben eine Dachterrasse und kann dann überall einfach ins Wasser springen.“
Ferien ohne Eltern – Zeltlager in diesem Sommer
So aufregend und spannend ein Familienurlaub auch ist: Irgendwann kommt der Punkt, an dem Jugendliche lieber mit Freunden verreisen als mit Mama, Papa und Geschwistern. Traditionell werden in den Sommerferien zahlreiche Zeltlager und Ausflüge für Kinder und Jugendliche angeboten. Einen kleinen Überblick präsentieren wir hier – soweit die Planungen schon fortgeschritten sind:
Oldenburg: Der Verein Oldenburger Zeltlager plant sein traditionelles Zeltlager am Selker Noor (Schleswig-Holstein) vom 8. bis 20. August. Die Pfarrgemeinde St. Josef fährt mit 80 Kindern von acht bis 15 Jahren auf einen Bauernhof auf Ameland. Das Bezirksjugendwerk AWO Weser-Ems plant vom 29. Juli bis 8. August ein Zeltlager für Zehn- bis 13-Jährige auf der Insel Föhr. Hier soll eine „Republik der Kinder“ ausgerufen werden.
Die Jugendgruppen der Gemeinden St. Marien und St. Willehad veranstalten normalerweise in den Sommerferien Zeltlager für Kinder und Jugendliche, hier sind noch keine aktuellen Planungen bekannt.
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Ammerland: Die evangelische Jugendarbeit Ammerland bietet vom 15. bis 24. Juli eine Segelfreizeit in den Niederlanden für Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren an. Kinder der Jahrgänge 2008 bis 2011 fahren mit der Jugendpflege Rastede vom 15. bis 22. Juli ins Ferienzentrum „Schloss Dankern“. Weitere Angebote sind derzeit in Vorbereitung.
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Wesermarsch: Die Evangelische Jugend im Kreis Wesermarsch (Ejo) verspricht Jugendlichen ab 14 Jahren vom 16. bis 22. Juli „Summeraction+“. Fest steht, dass es gemeinsam ab Berne mit dem Fahrrad in das Naturfreundehaus Kimmerheide geht. Zusätzlich plant die Ejo gemeinsam mit dem Diakonischen Werk im Kirchenkreis Wesermarsch und YoungCaritas Wesermarsch eine mehrtägige Aktion für Kinder im Grundschulalter. Die Naturschutzjugend (NAJU) Butjadingen plant derzeit für ihre Mitglieder im Alter von sieben bis zwölf Jahren eine Freizeit auf Gut Sunder (18./19. Juli).
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Top-Campingplätze im Nordwesten
Wer im Norden bleiben und – mit oder ohne Kinder – an der Küste Urlaub machen möchte, der hat hier ausgezeichnete Campingplätze zur Auswahl: Zuletzt haben zwei Anlagen im Nordwesten beim Award der Camping-info – eine der nach eigenen Angaben begehrtesten Auszeichnung der europäischen Campingbranche – vordere Plätze belegt. Auf Rang 12 (Europa) bzw. Rang 7 (Deutschland) liegt der Campingplatz am Deich-Nordsee in der Krummhörn (Landkreis Aurich). Auf dem 17. Platz (Europa, Platz 10 in Deutschland) landete die Anlage am Falkensteinsee in Steinkimmen (Landkreis Oldenburg). Ausschlaggebend für die Auszeichnung waren rund 228.000 Bewertungen von 150.000 Gästen. Sowohl Stellplätze als auch feste Behausungen sind im Sommer noch verfügbar.
