[SPITZMARKE] - HANNOVER/DPA - Fünf unter Manipulationsverdacht stehende Mitarbeiter der Spielbank Hannover sitzen seit Montag in Untersuchungshaft. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit.

Ein Aufsichtsbeamter und vier Spielbankangestellte waren nach einer Razzia in der Nacht zum Sonntag in Hannover festgenommen worden. Sie sollen an „einarmigen Banditen“ Geld abgezweigt und für das Land einen Schaden von mindestens 40 000 Euro verursacht haben.

„Wie lange das schon gelaufen ist“, könne er noch nicht sagen, erklärte Staatsanwalt Manfred Knothe. Sowohl Videoaufnahmen als auch eine Vielzahl von Daten müssten überprüft werden.

Gegen die festgenommenen Mitarbeiter wird wegen besonders schwerer Bestechung, Bestechlichkeit, Steuerhinterziehung, schweren Diebstahls und Untreue ermittelt. Darauf stehen bis zu zehn Jahre Haft. SPD-Innenexperte Heiner Bartling bezeichnete die Festnahmen als „Zufallstreffer einer grundlegend falsch aufgestellten Spielbankenaufsicht“. Erste Hinweise auf Manipulationen hatte die Spielbankenaufsicht des Finanzministeriums Ende Mai bei der Kontrolle von Videoaufzeichnungen entdeckt.