[SPITZMARKE]GANDERKESEE - GANDERKESEE - Die Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB) will künftig verstärkt politische Lobbyarbeit betreiben. Das kündigte der Vorsitzend des Landesverbandes Oldenburg, Josef Fischer, beim Landesdelegiertentag am Sonnabend in Ganderkesee an.
Bischof forderte alle Mitglieder der KAB zur Übernahmen von politischen Ämtern und Mandaten auf. Er kündigte an, dass der Verband die Kontakte zu den Landtagsabgeordneten der Region ausbauen werde, um die Positionen der KAB frühzeitig in die politischen Diskussionen einzubringen. Bischof kritisierte Teile der Reformen der Großen Koalition massiv. Die geplante Mehrwertsteuererhöhung, die Streichung der Eigenheimzulage und die Kürzung der Pendlerpauschale gingen allesamt zu Lasten der abhängig Beschäftigten. Ferner habe die Bundesregierung keine schlüssigen Konzepte für den Umbau des Renten- und des Gesundheitssystems vorgelegt.
Die finanziellen Kürzungen im Diözesanverband sowie die geplanten Umstrukturierungen im Offizialat bereiteten Kopfzerbrechen, sagte Bischof. Eine effektive Verbandsarbeit sei zu diesen Bedingungen nur schwer möglich. Sie sei aber das Fundament des ehrenamtlichen Engagements der KAB-Mitglieder. „Wer Menschen für die missionarische Kirche gewinnen will, darf dieses Fundament nicht zerstören“, mahnte er.
