[SPITZMARKE]HANNOVER - HANNOVER/DPA - Niedersachsen hat im ersten Quartal anders als alle anderen Bundesländer weniger Steuern eingenommen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal gab es einen Rückgang von 6,2 Prozent, sagte die Sprecherin des Finanzministeriums, Birgit Diers. Das entspreche einer Summe von 209 Millionen Euro.

Vor allem die Umsatzsteuer-Einnahmen seien deutlich um 19 Prozent eingebrochen. Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) sagte, er habe keine spontane Erklärung dafür. Laut Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums sind die Ländersteuer-Einnahmen im ersten Quartal 2006 um 19,4 Prozent gewachsen – verglichen mit den ersten drei Monaten des Jahres 2005.

Mögliche Gründe für die Rückgänge in Niedersachsen könnten eine starke Kaufzurückhaltung der Bürger sein oder ein schwacher Export von großen Unternehmen.