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Regelverstöße Auf Festgelände Befürchtet Kein Pardon für Ersatz-Feiern auf dem Stoppelmarkt

Hans Begerow

Vechta - Der Countdown läuft. Noch 366 Tage sind es bis zum Stoppelmarkt auf der Westerheide, denn wegen der Corona-Pandemie wurde der Stoppelmarkt 2020 abgesagt, der eigentlich am Donnerstag beginnen würde. Kein Empfang mit prominenten Rednern (und Besuchern), kein Umzug, kein Gottesdienst auf dem Festgelände, kein Pferde- und Viehmarkt, kein Kinder- und Familientag.

Gleichwohl wollen Polizei und Ordnungsbehörden nicht ausschließen, dass es im privaten Bereich zu „Ersatz-Feiern“ kommt, und da wären ja auch noch die an die Westerheide angrenzenden Gastronomie-Betriebe. „Wir werden präsent sein“, sagt Polizeikommissarin Nadine Luttmann, Sprecherin der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, und kündigt Präsenz der Polizei für die Tage an, wenn eigentlich der Stoppelmarkt 2020 (13. bis 18. August) stattgefunden hätte.

Regeln einhalten

Die Polizisten und Ordnungsbehörden wollen darauf achten, dass die Corona-Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. „Wir müssen uns vor Augen halten, dass die Pandemie nicht vorbei ist“, begründet Polizeikommissarin Luttmann die Vorsichtsmaßnahmen: „Auch wenn viele sich das wünschen, eine Rückkehr zur Normalität ist noch nicht möglich.“

Um die Einhaltung der Corona-Verordnung zu gewährleisten, haben sich Landkreis, Stadt und Polizei auf gemeinsame Kontrollen verständigt, teilte am Montag Herbert Fischer, Leiter der Stabsstelle Presse/Öffentlichkeitsarbeit, Kultur und Marktwesen mit.

Einschreiten bei Verstoß

„Sollten dabei Verstöße gegen die Corona-Verordnung festgestellt werden, müssen die Beteiligten mit der Verhängung von Bußgeldern rechnen“, sagte Fischer. Auf dem Stoppelmarktgelände wird es keine Veranstaltungen oder Events geben. Die Ordnungsbehörden (Landkreis Vechta und Stadt Vechta als Eigentümer des Veranstaltungsgeländes) behalten sich vor, das Stoppelmarktgelände zu sperren, wenn es zu Verstößen gegen die Corona-Verordnung kommt. Sie appellieren an die Bevölkerung, das Stoppelmarktgelände zu meiden und sich an die geltenden Bestimmungen der Corona-Verordnung zu halten.


Dehoga zeigt Verständnis

Verständnis für die Berufskollegen, die während des Stoppelmarktes Ersatzangebote machen, hat Ulrich Steinkamp, Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) im Kreis Vechta. Denen, die sonst auf dem Stoppelmarkt ausschenken, gingen erhebliche Einnahmen bis zur Höhe eines Jahresumsatzes verloren.

Aber auch für die Ersatzangebote gäbe es viele Auflagen wie Abstandsregeln und Hygienebestimmungen. „Man muss die Kirche im Dorf lassen“, sagte Steinkamp, und: „Wenn wir nur Bedenkenträger hätten, wo kämen wir da hin?“, fragte er weiter. Der Dehoga-Kreisverband Vechta hat 112 Mitgliedsbetriebe.

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